Mercedes GLC: Benchmark bei Aerodynamik

Verbesserter Cw-Wert

Der Mercedes GLC setzt Benchmarks beim Cw-Wert.
Der Mercedes GLC setzt Benchmarks beim Cw-Wert. © Daimler

Der Mercedes GLC kommt Mitte September auf den Markt. Dann wird das neue Midsize-SUV der Stuttgarter neue Bestwerte bei der Aerodynamik setzen.

Für Mercedes ist es erklärtes Ziel, mit jedem neuen Modell Benchmarks zu setzen. Das trifft auch auf die Aerodynamik zu. Sie genießt bei den Stuttgartern einen hohen Stellenwert. Denn mit keiner anderen Maßnahme lässt sich kostengünstiger der Verbrauch reduzieren als durch eine Verbesserung des Cw-Wertes. Gerade bei den Geländewagen, die gemeinhin als Spritschlucker verschrien sind, kommt der Verbrauchsreduktion eine wichtige Rolle zu. Kein Wunder also, dass auch der neue Mercedes GLC, der Mitte September auf den Markt kommt, mit deutlich einem deutlich niedrigeren Cw-Wert aufwartet als sein Vorgänger.

Während der GLK auf einen Cw-Wert von bereits guten 0,34 kam, sind es beim GLC 0,31, also eine Verbesserung von zehn Prozent. „Das ist schon eine beachtliche Reduktion“, stellte Teddy Woll zufrieden fest, der bei Daimler den Bereich Aerodynamik verantwortet. „Damit setzen wir wieder einen Bestwert im Segment.“

Optimierte Unterbodenverkleidung

In Kombination mit effizienten Motoren, konsequentem Leichtbau (der GLC ist 50 Kilo leichter als der GLK) und der neuen verbrauchsoptimierten 9 Gang-Tronic konnte im Zusammenspiel mit den aerodynamischen Optimierungen eine Verbrauchsreduktion von bis zu 19 Prozent erzielt werden. So kommt der GLC 250 d mit Allradantrieb gerade einmal auf einen Verbrauch von fünf Litern. Für ein Auto mit einem Lebendgewicht von über 1,8 Tonnen ein guter Wert. Vor allem auch deshalb weil der GLC über ein Mehr an Platz verfügt. So stieg nicht die Länge um 12 Zentimeter auf nun 4,65 Meter an, die Breite um fünf Zentimeter auf 1,89 Meter und die Höhe um neun Zentimeter auf 1,63 Meter. Die aerodynamischen Verbesserungen von zehn Prozent beim Cw-Wert sorgen im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) für einen Minderverbrauch von drei Prozent. "Im Kundenzyklus sind es sogar zwischen sechs und sieben Prozent", stellte Woll fest.

Wer sich den neuen GLC mit seinen glatten Formen im Vergleich zum kantigen und eckigen GLK anschaut, der meint, dass die Cw-Wert-Reduktion vor allem auf das neue Design zurückzuführen ist. Doch das stimmt so nicht, wie Teddy Woll sagt. „Das Gros der Einsparungen konnten wir durch eine verbesserte Unterbodenverkleidung erzielen.“ Daneben hätten noch Maßnahmen wie eine Kühlerjalousie und ein verlängerter Dachspoiler zu diesem verbesserten Cw-Wert beigetragen.

Reduzierte Innenraumgeräusche

Mercedes GLC
Der Mercedes GLC wartet mit einem Cw-Wert von 0,31 auf Daimler

Doch Woll und sein Team haben nicht nur die Aerodynamik im Blick gehabt, sondern auch die Aeroakustik, der unter Komfortaspekten ein wichtiger Stellenwert beikommt. „Auch hier sind wir besser geworden“, sagte Woll, ohne jedoch interne Vergleichswerte präsentieren zu wollen. Eines kann man jedoch nach den Testfahrten ohne direkten Vergleich zum GLK sagen, die Innenraumgeräusche im GLC sind selbst bei Autobahnfahrten um Tempo 120 km/h sehr angenehm. Da gibt es keine Geräusche, die einen nerven oder eine Unterhaltung etwas schwieriger gestalten.

Zu den Maßnahmen, die zur Geräuscheindämmung führten, gehören unter anderem eine hochdämmende Akustik-Frontscheibe, ein Karosserieboden mit verstärktem Tunnel und Verstärkungen im Bereich des Getriebes. Dadurch werden nicht nur die Abrollgeräusche reduziert, sondern auch die Schwingungen des Hauptbodens und der in der Folge auftretenden Schallabstrahlung vermieden. Am Heck wurde zugleich die Steifigkeit durch Aluminiumgussbauteile erhöht – und damit ein weiterer Baustein zu einem guten Geräuschniveau gelegt. (AG/FM)

Vorheriger ArtikelCO2-Ausstoß für Unternehmen immer wichtiger
Nächster ArtikelSmart ganz in Schwarz
Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.