16. August 2013

Cw-Wert 0,29 Mercedes GLA: Windschnittig ins Gelände

Der Mercedes GLA schafft einen Cw-Bestwert bei den Kompakt-Premium-SUV. Fotos ▶
Der Mercedes GLA schafft einen Cw-Bestwert bei den Kompakt-Premium-SUV. © Mercedes

Der späte Auftritt des Mercedes GLA hat auch Vorteile. Beim nunmehr letzten Kompakt-SUV der deutschen Premium-Vertreter konnten einmal mehr die Aerodynamiker von Mercedes Bestwerte setzen.




Mercedes wählt den VW-Weg. Erst 2007 betraten die Wolfsburger mit dem Tiguan sehr spät das Segment der Kompakt-SUV, fuhren dann aber sehr schnell an allen Mitbewerbern links vorbei an die Klassenspitze. Zu einem ähnlichen Überholvorgang wollen die Stuttgarter nun im Premium-Bereich mit dem GLA ansetzen, nachdem hier bisher noch eine Lücke im Portfolio aufklafft, die große Schmerzen bereitet. Denn hier sind der BMW X1 sowie der Audi Q3 schon länger am Start und teilen sich den Kuchen des sehr stark wachsenden Segmentes allein auf.


Mercedes schafft Bestwert im Premium-Segment der Kompakt-SUV

Doch der verspätete Einstieg in das Segment der Kompakt-SUV hat auch Vorteile. So konnten sich die Aerodynamiker des Unternehmens darauf konzentrieren, erneut Bestwerte beim Luftwiderstand zu setzen. Schon mit dem vor vier Monaten in den Markt eingeführten CLA präsentierte das Unternehmen den amtierenden Cw-Wert-Champion mit einem Wert von 0,22. Dieser ist im Kompakt-SUV-Segment natürlich nicht machbar, aber mit 0,29 haben die Aerodynamiker wieder einen guten Job erfüllt und den Wert der beiden Konkurrenten, die auf 0,32 kommen, getoppt.

Und auch die Luftwiderstandsfläche, die für den Verbrauch ab 60 km/h entscheidend ist, ist mit einem Wert von 0,66 Quadratmetern das Maß der Dinge. Die A-Säulenstufe ist niedrig gehalten, das Heck wurde ebenso wie die Außenspiegelgehäuse strömungsoptimiert. Zudem sorgen seitliche Heckspoiler für optimierte Strömungen an der Dachabrisslinie sowie den Rückleuchten. Vorne sind Abdichtungen im Stoßfänger angebracht, eine Kühlerjalousie regelt die Kühlluft.

Sparsamster Mercedes GLA benötigt 4,3 Liter Diesel

Im Unterboden wurde eine zusätzliche Verkleidung im Bereich der mittleren Hinterachse verbaut, ein Diffusor sowie ein aerodynamischer Endschalldämpfer führen den Luftstrom optimal unter dem Auto vorbei. Und auch die Windgeräusche wurden stark verringert. Ein neues Türdichtungskonzept kam dabei ebenso zum Tragen wie zusätzliche Abdichtungen der Heckklappe und steife Fensterrahmen, die Schwingungen minimieren.

Belohnt werden die Maßnahmen mit einem Verbrauch von lediglich 4,3 Litern Diesel und einem CO2-Ausstoß von 114 Gramm pro Kilometer beim GLA 200 CDI, der auf 100 kW / 136 PS zurückgreift. Den Einstieg bei den Benzinern bildet der GLA 200. Der Vierzylinder verfügt über 1,6 Liter Hubraum und leistet 115 kW / 156 PS. Insgesamt stehen jeweils zwei Benziner und Diesel mit Front- und Allradantrieb zur Auswahl. Am Ende der oberen Leistungsskala wird etwas später eine AMG-Version mit weit über 300 PS kommen.

Mercedes GLA startet bei etwa 28.000 Euro

Der Mercedes GLA feiert Premiere auf der IAA
Der Mercedes GLA feiert Premiere auf der IAA © Mercedes

Allerdings werden sich die meisten der Kunden wohl auf den Fronttriebler beschränken. Denn rund 28.000 Euro müssen bereits zum Anfang investiert werden. Genaue Preise wird Mercedes bei der Premiere auf der IAA in Frankfurt vom 12. bis 22. September verkünden. Um den GLA dann noch weiter auszuschmücken und mit diversen Fahrassistenten zu versehen, wird noch einmal einen fünfstelligen Betrag kosten. (AG/TF)



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