Weniger Luftwiderstand der Reifen

Unerschlossene Aerodynamikpotenziale

Anströmung beim Porsche 911 © Porsche

Auch im Reifen steckt aerodynamisches Verbesserungspotenzial fand eine herstellerübergreifende Studie heraus. Während das Fahrzeug selbst wenig Einfluss hat, kommt es auf unscheinbare Details an den Vorderrädern an.

Aerodynamisch optimierte Reifen können den Normverbrauch eines Fahrzeuges um etwa 0,03 Liter auf 100 Kilometer oder um 0,08 Liter auf gleicher Strecke bei konstanter Geschwindigkeit von 120 km/h verbessern. Diese Werte ermittelte eine gemeinsame Studie mehrerer Autohersteller, die vor Kurzem veröffentlicht wurde. Das Potenzial sei durchaus noch größer, heißt es in den Untersuchungsergebnissen, verlange dann aber Kompromisse bei einzelnen Reifeneigenschaften oder beim Fahrzeugdesign.

Vorderräder bedeutsamer

Vor allem die Reifenschulter und die Art der Seitenwandbeschriftung konnten als wichtige Einflussfaktoren eines aerodynamisch verbesserten Reifens bestimmt werden. Wobei eine Optimierung der Vorderräder sich bedeutsamer als die der Hinterräder auswirkt. Das Fahrzeug selbst hätte nur geringen Einfluss auf den Luftwiderstandswert der Bereifung.

Die ermittelten Werte resultieren aus dem Vergleich mit bereits optimierten Leichtlaufreifen des Herstellers Michelin (Energy Saver), der an den Untersuchungen beteiligt war. Die Messungen erfolgten unter anderem in den Windkanalanlagen von Audi und BMW sowie mehrerer Forschungseinrichtungen. Reifen und Felgen können Expertenmeinungen zufolge bis zu einem Viertel des Luftwiderstandes am Fahrzeug ausmachen. (AG)