Lärmschutz: Autos sollen leiserer werden

Vorschlag des EU-Umweltausschusses

Der Audi R8
Der Audi R8 im Aeroakustik-Raum. © Audi

Die EU setzt sich für leisere Autos ein. Nach einem Gesetzesvorschlag des EU-Umweltausschusses soll die maximale Lautstärke von 74 Dezibel auf 68 Dezibel abgesenkt werden.

Die Autos auf den Straßen Europas sollen leiser werden. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag hat der Umweltausschuss des EU-Parlaments nun verabschiedet. Wenn EU-Parlament und Mitgliedsstaaten zustimmen, könnten die neuen Regeln 2016 in Kraft treten.

Zukünftig 68 statt 74 Dezibel

Vorgesehen ist, die maximale Lautstärke von derzeit 74 Dezibel auf 68 Dezibel abzusenken. Entsprechend kommt auf die Aerodynamiker und Aeroakustiker bei den Autobauern viel Arbeitz zu. Der neue Zielwert entspricht in etwa der Geräuschentwicklung eines Fernsehers bei Zimmerlautstärke. Für Sportwagen soll eine um ein bis neun Dezibel höhere Grenze gelten, für schwere Lkw ist ein Grenzwert von 79 Dezibel vorgesehen.

Die Limits sollen nach einer Übergangsfrist von 12 Jahren zunächst für neue Fahrzeugtypen gelten und später auf alle Neuwagen angewandt werden. Zudem ist geplant, ein Fahrgeräusch-Label für Kraftfahrzeuge einzuführen, das es in ähnlicher Form bereits für Reifen gibt. Käufer sollen dadurch beim Händler auf einen Blick die zu erwartende Lärmemission erkennen können.

Entgegengesetzte Pläne haben die Politiker für die per se sehr leisen Elektroautos. Für sie sollen zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer künstliche Geräuschquellen entwickelt werden. (AG/SP-X)