Mit Geschwindigkeitsassistenten Unfälle verhindern

Test des ADAC

Skoda Tacho. Foto. Mertens
Auch bei Skoda gibt es eine adaptive geschwindigkeitskontrolle. © Mertens

Ein Viertel aller Unfälle sind laut der ADAC-Unfallforschung auf erhöhtes Tempo und einen zu geringen Abstand zurückzuführen. Können Geschwindigkeitsassistenten helfen, diese Ursachen zu verhindern?

Der ADAC hat nun in fünf Pkw getestet, wie effektiv die so genannten „Intelligent Speed Adaptation“-(ISA)-Assistenten arbeiten und ob sie zur Verkehrssicherheit beitragen können. Grundsätzlich soll ISA dafür sorgen, die Ursachen für erhöhtes Tempo und einen zu geringen Abstand zu verhindern. Deshalb denkt die EU-Kommission auch über eine verpflichtende Einführung der ISA-Assistenten nach.


Doch wie zuverlässig arbeiten die Assistenten? Im Audi A4, BMW 7er, Mercedes S-Klasse und VW Arteon kommen regelnde Systeme zum Einsatz, die selbstständig den Abstand zum Vordermann halten sowie über eine Schildererkennung verfügen.

Ford Galaxy verfügt über Limiter-Funktion

Während bei Audi, Mercedes und VW die Fahrweise sogar dem Straßenverlauf und den Kurvenradien angepasst wurde, verfügt der Ford Galaxy als einziges Modell über eine intelligente Limiter-Funktion: Hier reduziert das System beim Überschreiten des vorgeschriebenen Tempolimits selbständig die Geschwindigkeit; selbst dann, wenn der Fahrer den Fuß auf dem Gaspedal hält. Das System lässt sich indes vom Fahrer übersteuern, wie der ADAC mitteilte.

Aus Sicht des ADAC erwies sich beim Test der ISA-Assistent von BMW als umständlich. Der Fahrer muss hier bei jeder Geschwindigkeitsänderung diese per Knopfdruck bestätigen. Grundsätzlich weisen alle ISA-Systeme Erkennungs- und Kartenfehler auf, wie der ADAC feststellt. Deshalb rät der Leiter des ADAC-Technikzentrums, Reinhard Kolke, sich nicht blind auf Assistenten zu verlassen. So habe man bei den Systemen eine durchschnittliche Fehlerquote von 10 Prozent festgestellt. „Blitzt es doch, bleibt in jedem Fall der Fahrer verantwortlich“, so Kolke. (AG)

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