5. Oktober 2015

Radarsystem für 260 Euro Skoda Rapid: Bezahlbare Sicherheit in Kompaktklasse

Fotos ▶
©

Skoda setzt bei den Sicherheitsassistenten lieber auf Radar als auf Laser. Je nach Segment haben die Kunden der tschechischen VW-Tochter diverse Vorlieben für Assistenzsysteme.




Von Thomas Flehmer

Mit dem Fabia und Superb hat Skoda in diesem Jahr nicht nur zwei Klassiker in eine neue Generation geführt, sondern auch bei den anderen Modellen nachgelegt. Während das Flaggschiff der tschechischen VW-Tochter mit 29 Fahrassistenzsystemen vollgestopft wurde, zogen auch die unteren Segmente nach. „Den Vorreiter machte dabei der Fabia“, sagte Skoda-Produktmanager Stefan Diekmann der Autogazette, „1:1 zum Fabia hat nun auch der Rapid aufgeholt.


Skoda setzt auf Radar statt Laser

Der kompakte Lückenfüller zwischen dem Kleinwagen und dem Bestseller Octavia erhielt für das neue Modelljahr die Multikollisionsbremse serienmäßig sowie die Müdigkeitserkennung und den Frontradar-Assistenten mit City-Notbremsfunktion optional.

Dabei legt gerade das Frontradarsystem „die Basis der Sicherheitssysteme“, wie Assistenzspezialist Maximilian Vetter erklärt. „Das Radarsystem hat gegenüber dem Laser eine viel größere Reichweite und kann nach vorn bis zu 160 Meter abtasten.“

Fünf Sterne für alle Skoda-Modelle

Auch der Lane Assist kommt bei Skoda zum Einsatz
Auch der Lane Assist kommt bei Skoda zum Einsatz © Skoda

Das Gute an dem System ist der Preis. Denn das Radarsystem mit Notbrems-Funktion kann für den Rapid schon für 260 Euro geordert werden – weniger als ein Auffahrunfall, den das System verhindert. Beim neuen Superb ist das System bei jeder Einheit mit an Bord.

Da die einzelnen Modelle schon von Beginn mit Assistenzsystemen ausgestattet sind – natürlich auch um alle Skoda-Modelle zu fünf Sternen beim EuroNCAP-Crashtest zu führen - ist es für die Verantwortlichen schwierig, einen Überblick zu erhalten, was an elektronischen Unterstützern geordert wird. „Generell“, so heißt es in der Zentrale in Mlada Boleslav, „zeigt sich, dass das innovative Angebot an Assistenzsystemen bei den Skoda-Modellen stark nachgefragt ist.“

Unterschiedliche Vorlieben in den einzelnen Segmenten

Doch in den jeweiligen Segmenten ist die Ausstattung auch recht unterschiedlich, vor allem deshalb, weil nicht alle im Superb verbauten Elemente auch für den Citigo erhältlich sind. Laut Skoda sind die Kleinwagen am häufigsten mit den Assistenzsystemen „Front Assist“ und „Park Distanz Control“ ausgestattet.

Im Kompaktsegment sind der „Light Assistant mit Day Light und Regensensor“ sowie der „Bergfahrassistent“ beliebte Assistenzsysteme, gefolgt von dem "Driver Activity Assistant“ und dem „Intelligent Park Distance Assistant“. Im Mittelklasse Segment ist der neue Skoda Superb aktuell am häufigsten mit dem „Front Assist“, dem „Blind Sport Detect“ sowie dem „Park Assist“ ausgestattet.

Sicherheit beim Skoda Superb stark nachgefragt

Der Skoda Superb ist voll mit Assistenten
Der Skoda Superb ist voll mit Assistenten © Skoda

Allerdings wird gerade beim Flaggschiff auch noch weiter zugegriffen, sodass beim Superb häufig die „Adaptive Cruise Control“, „Lane Assist“ und „Dynamic Chassis Control inkl. Driving Mode Select“ ein Häkchen in der Aufpreisliste erhalten – jedenfalls bei der mittlerweile abgelegten Generation.

Die Tschechen schließen Anlaufjahr-Effekte aufgrund des Marktstars des neuen Superb Combi nicht aus. Aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen werden die neuen Assistenten, die noch hinzugekommen sind, auch häufiger mit an Bord sein.



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Sicherheit



Mehr zur Marke Skoda

2019 kommt Plug-in-HybridSkoda baut ab 2020 erstes Elektroauto

Skoda wird ab 2019 mit dem Superb sein erstes Plug-in-Modell auf den Markt bringen. Ein Jahr später folgt das erste rein elektrische Modell.


VW-Tochter auf ErfolgskursSkoda wächst im Oktober weltweit fast zweistellig

Der Erfolgskurs von Skoda hält an. Die VW-Tochter konnte im Oktober ihre weltweiten Auslieferungen um fast zehn Prozent steigern.


Neue Sondermodell-FamilieSkoda gibt sich wieder clever

Skoda gründet eine neue Familie von Sondermodellen. Dabei erhalten die normalen Serienfahrzeuge einfach den mittlerweile traditionellen Marken-Claim.



Mehr aus dem Ressort

Rodolfo Schönburg auf der 11. VDI-Tagung Fahrzeugsicherheit.
VDI-Sicherheitsexperten zur Vision Zero«Absolute Null werden wir nie erreichen»

Das unfallfreie Fahren in der Zukunft ist laut den Sicherheitsexperten des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) in absoluten Zahlen nicht erreichbar. Das automatisierte Fahren wird die Zahlen der Verkehrstoten reduzieren, auch wenn damit neue Probleme im Verkehr auftauchen werden.


Jedes dritte Auto hat Mängel mit dem Licht
Zumeist Defekte an HauptscheinwerfernJedes dritte Auto mit Mängeln beim Licht

In Deutschland ist jedes dritte Auto mit mangelhaftem Licht unterwegs. Zudem blendet jeder zehnte Autofahrer die mitfahrenden Verkehrsteilnehmer.


Fahrsicherheitstrainings helfen beim Üben von Notbremsungen
Keine Hemmungen bei der NotbremsungGelungenes Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine

Im Alltagsverkehr wird die Bremse zumeist nur gestreichelt. Doch in Notsituationen muss das Pedal regelrecht getreten werden – auch wenn ein Notbremsassistent mit an Bord ist.