29. Oktober 2014

Bis zu 1250 Euro beim Kauf sparen Energieversorger fördern Erdgasfahrzeuge

Mit Erdgas lässt sich an der Tankstelle Geld sparen.
Mit Erdgas lässt sich an der Tankstelle Geld sparen. © AG/Mertens

Der Kauf eines Erdgasfahrzeuges lohnt sich – und das nicht erst bei der Fahrt an die Tankstelle. Bereits beim Kauf können Kunden durch die Förderung regionaler Energieversorger bis zu 1250 Euro sparen.




Erdgasfahrzeuge sind effizient und schonen die Umwelt. Dennoch bleibt die Nachfrage nach derart angetriebenen Fahrzeugen in der Summe der Neuzulassungen trotz aller Vorteile nach wie vor gering. Damit die Nachfrage nach mit Erdgas angetriebenen Fahrzeugen steigt, gibt es seitens der Tankstellenbetreiber – zumeist sind die regionale Energieversorger – etliche Förderprogramme. Darauf weist erdgas mobil hin, die Interessenvertretung der Branche.

„Mit den Förderungen einiger regionaler Energieversorger können Erdgasfahrer bei der Anschaffung bereits bis zu 1250 Euro sparen“, sagte Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. „In Verbindung mit den generell niedrigeren Kraftstoffkosten ist der Aufpreis gegenüber einem gleichwertigen Benzinmodell schnell wieder eingefahren.“


263 verschiedene Fördermöglichkeiten

Wie erdgas mobil an diesem Mittwoch mitteilte, würde mehr als die Hälfte der 451 Tankstellenbetreiber die Anschaffung von Erdgasfahrzeugen fördern. Dabei könnten an einem Erdgasfahrzeug interessierte Käufer bereits von 263 verschiedenen Fördermöglichkeiten wählen, Sie reichen von Zuschüssen beim Kauf von Neu-, Jahres- und Gebrauchtwagen bis hin zu Tankgutscheinen. Erdgas mobil bietet Interessierten einen
Überblick über die Fördermöglichkeiten an ihrem Wohnort an.

Wer sich für ein Erdgasfahrzeug entscheidet, kommt bei der Fahrt an die Tankstelle nach Angaben von erdgas mobil im Vergleich zu Benzin auf einen Preisvorteil von derzeit rund 50 Prozent, „im Vergleich zum Dieselkraftstoff lassen sich aktuell bis zu 40 Prozent einsparen“.

Neben klassischen Barzuschüssen für den Autokauf werden Interessenten von einigen Gasversorgern auch Tankgutscheine oder Tankguthaben zur Verfügung gestellt, die je nach Förderprogramm bis zu 2000 Kilogramm Erdgas entsprechen – ein Gegenwert von über 2000 Euro entspricht.

Klares Zeichen der Politik gefordert

Der Skoda Octavia verbraucht 3,5 kg Erdgas auf 100 km
Der Skoda Octavia verbraucht 3,5 kg Erdgas auf 100 km © Skoda

Wie Kehler angesichts dieser Förderprogramme sagte, sei die Gasversorgungsbranche sehr aktiv, um mehr Erdgasfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Doch es sei auch die Politik gefragt. „Den Verbrauchern und Flottenbetreibern muss signalisiert werden, dass Erdgas und Bio-Erdgas langfristig günstig bleibt und sich ein jetzt gekauftes Erdgasfahrzeug auch noch in vier bis fünf Jahren rechnet.“ Vor diesem Hintergrund forderte Kehler eine schnelle gesetzliche Regelung, dass Erdgas und Bio-Erdgas auch über das Jahr 2018 hinaus steuerermäßigt bleiben.

Wie effizient man mit Erdgas unterwegs sein kann, hatten Journalisten im August bei einer Spritspartour von Berlin nach Prag über 362 Kilometer in einem Skoda Octavia G-TEC unter Beweis gestellt, der auf einen Normverbrauch von 3,5 kg/100 km kommt. Am Zielort hatten alle Teilnehmer diesen Normverbrauch unterboten, der Sieger kam mit einem Verbrauch von 2,37 Kilogramm: Das entspricht Kraftstoffkosten von gerade einmal 8,02 Euro für die Gesamtstrecke. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Spartechnik



Mehr zur Marke Skoda

System im AlltagstestSkoda Connect: Von Komfort bis Sicherheit

Skoda setztauf die Vernetzung. Dazu bietet der Autobauer den Dienst Skoda Connect an. Doch braucht man ihn wirklich? Wir haben Skoda Connect getestet. Lesen Sie, welche Erfahrungen wir mit dem System gemacht haben.


Mit 2.0 TurbobenzinerSkoda Octavia RS 245: Stärker geht nicht

Bislang gab es noch keinen stärkeren Skoda Octavia als den RS 245. Er bringt es, wie der Name es bereits sagt, auf eine Leistung von 245 PS und kostet mindestens 33.940 Euro.


Neue Dreizylinder und Care ConnectSkoda vergrößert Angebot für Fabia

Skoda stellt dem Fabia zwei neue Dreizylinder-Benziner ins Angebotsregal. Zudem kann der Kleinwagen der tschechischen VW-Tochter mit Konnektivitätsdiensten ausgestattet werden.



Mehr aus dem Ressort

Der VW Caddy ist auch als Erdgasmodell unterwegs
Volkswagen probiert neuen Anlauf «Erdgas ist mehr als eine Brückentechnologie»

Der Elektroantrieb kommt trotz Prämie nicht ins Laufen, der Wasserstoffantrieb lässt noch eine Weile auf sich warten. Volkswagen will nun den Erdgasantrieb vorantreiben, der jahrelang als hässliches Entlein in der Nische dahin vegetierte.


Skoda Octavia G-Tec Erdgas
Trotz aller VorteileBosch zweifelt Erfolg der Erdgasinitiative von VW an

Erdgas bietet als Kraftstoff eine Vielzahl von Vorteilen. Doch Erfolg für CNG blieb bisher aus. Nun will VW mit einer neuen Initiative Erdgas zum Durchbruch verhelfen. Dass das gelingt, sieht der Zulieferer Bosch skeptisch.


Erdgastankstelle Gazprom
Neue Hoffnungen für den Erdgas-AntriebEs muss nicht immer Elektro sein

Der Erdgas-Antrieb ist die unterschätzte Alternative. Das Methan ist nicht nur billiger, sondern auch emissionsärmer als Benzin oder Diesel – lediglich die Lobby fehlt.