31. Januar 2017

Zweite Zusammenarbeit mit einem Autohersteller Daimler und Uber fahren gemeinsam autonom

Die Mercedes E-Klasse hat in Nevada die Lizenz zum autonomen Fahren
Die Mercedes E-Klasse hat in Nevada die Lizenz zum autonomen Fahren © Mercedes

Daimler und Uber werden bei der Bereitstellung und dem Betrieb von selbstfahrenden Fahrzeugen eng zusammenarbeiten. Beide Unternehmen sind bereits beim autonomen Fahren seit Jahren aktiv.




Bereits vor Wochen hatte Dieter Zetsche eine Zusammenarbeit mit Uber nicht ausgeschlossen. Am Dienstag nun gaben Daimler und Uber eine gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei Bereitstellung und Betrieb selbstfahrender Fahrzeuge bekannt, wie das Unternehmen aus Stuttgart mitteilte.

„Als Erfinder des Automobils wollen wir auch beim autonomen Fahren ganz vorne dabei sein – einem der faszinierendsten Aspekte bei der Neuerfindung der Mobilität", so Daimler-Chef Zetsche, der zugleich die Zusammenarbeit begründete, „Mobility Service Anbieter bieten eine ideale Plattform für Technologien für autonomes Fahren. Und Uber ist ein führender Anbieter von Mobilitäts-Plattformen.


Uber öffnet die Plattform

So werden die Stuttgarter im Rahmen der Kooperation autonom fahrende Pkw von Mercedes-Benz unter anderem auch auf der globalen Plattform von Uber anbieten. Uber hatte schon lange Automobilhersteller geködert, die Plattform von Uber zu nutzen.

„Hinter der Technologie der selbstfahrenden Fahrzeuge steht das Versprechen, künftig Städte zu schaffen, die sicherer, sauberer und zugänglicher sind. Aber uns ist bewusst, wir können diese Zukunft nicht allein verwirklichen. Deshalb öffnen wir die Uber-Plattform für Automobilhersteller wie Daimler. Durch die Kombination der technologischen Stärken von Daimler und Uber können viele Menschen auf Knopfdruck ein zuverlässiges Transportmittel nutzen", so Travis Kalanick, CEO und Mitgründer von Uber.

Uber mit Volvo in Pennsylvania unterwegs

Der Fahrdienst-Vermittler war in den letzten Jahren mit seinem Vermittlungskonzept in mehreren deutschen Städten gescheitert, ist aber in Amerika oder auch in London sehr erfolgreich unterwegs, insgesamt in 74 Ländern. Seit dem Sommer letzten Jahres hat Uber in Pennsylvania autonom fahrende Fahrzeuge von Volvo im Pilot-Projekt und wollte dieses Projekt mit 16 Fahrzeugen auch in San Francisco durchziehen, was die kalifornische Verkehrsbehörde nicht erlaubte, da Uber keine Anträge für die selbstfahrenden Autos gestellt hatte. Zudem ist Uber über die Geschäftseinheit Otto auch an selbstfahrenden Lkw beteiligt.

Auch Daimler ist bei der neuen Technologie auf dem Vormarsch. Die neue Mercedes-Benz E-Klasse ist das weltweit erste Serienfahrzeug, das eine Testlizenz für autonomes Fahren im US-Bundesstaat Nevada erhielt. Daimler Trucks hat mit dem Highway Pilot ein System entwickelt, das teil-automatisiertes Fahren ermöglicht. Die Funktionen des Systems werden derzeit erprobt.

Nach Volvo nimmt Daimler nun ebenfalls die Möglichkeit wahr, auf der Uber-Plattform autonom fahrende Autos einzusetzen. Damit folgt das Unternehmen der neuen Unternehmensstrategie CASE, die für Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) steht und laut Zetsche die wichtigsten Trends der Mobilität der Zukunft darstellen. „Und wir sind fest entschlossen, die treibende Kraft dieses Wandels zu sein." (AG/TF)



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