Subaru Forester: Mit E-Unterstützung in den Wald

Der Subaru Forester ist gemacht für die Fahrt durchs Gelände. © Subaru

Subaru hat auch dem Forester einen Mildhybrid spendiert. Damit soll der SUV des Allradspezialisten effizienter unterwegs sein als der Vorgänger.

Zu den Händlern wird der Forester Anfang 2020 rollen. Die fünfte Generation des japanischen SUV fährt ausschließlich mit einem 150 PS starken 2,0-Liter-Boxermotor mit Mildhybridfunktion vor.


Der „e-Boxer“, der von einem 12,3 kW/16,7 PS starken Elektromotor unterstützt wird, soll zum Spritsparen und damit zu einem geringeren CO2-Ausstoß beitragen. Knapp 35.000 Euro kostet die Neuauflage und wird damit im Vergleich zur aktuellen Version rund 5.000 Euro teurer.

E-Motor im CVT-Getriebe integriert

Subaru elektrifiziert seinen umfassend überarbeiteten Boxermotor und setzt erstmals mit dem e-Boxer auf ein Mildhybridsystem. Der E-Motor ist im Gehäuse des CVT-Getriebes integriert und sorgt für zusätzliche Kraft. Die übrigen Hybridkomponenten samt Lithium-Ionen-Batterie sind in einem speziellen Sicherheitskäfig nahe der Hinterachse unter dem Kofferraumboden untergebracht. So wurde das zusätzliche Gewicht des Mildhybridsystems fast ausgeglichen im Verhältnis 50:60 Kilogramm an Vorder- und Hinterachse verteilt.

Das Cockpit des Subaru Forester. Foto: Subaru

Das Cockpit des Subaru Forester.Unter normalen Fahrbedingungen unterstützt der E-Motor den Boxermotor und wirkt dabei beim Anfahren wie ein kleiner Turbo. Der E-Motor kann auch alleine den Vortrieb übernehmen. Das funktioniert bis Tempo 40 km/h und bis zu 1,6 Kilometer. Will man dies erreichen, muss man das Gaspedal aber ganz besonders sanft niederdrücken.

Vorteile im Stadtverkehr

Im Normalfall unterstützt der E-Motor nur. Besonders im Stadtverkehr und bei gemäßigten Landstraßentempo kann das System seine Vorteile ausspielen und beim Spritsparen helfen. So soll der Kraftstoffverbrauch um rund 0,7 Liter auf 6,7 Liter sinken, der CO2-Ausstoss geht von 168 auf 154 Gramm runter. Die elektrische Unterstützung zeigt aber auch abseits der asphaltierten Wege Vorteile.

Das Überfahren von kleinen Hindernissen gelingt mit dem Schub der 16 zusätzlichen PS besonders leicht. Für Steigungen und Abfahrten verfügt der Forester über das Allrad-System X-Mode, das Motormanagement, Getriebe und Allradantrieb regelt und so für gute Traktion sorgt.

Auf der Straße passt das CVT-Getriebe gut zum Spritsparerlebnis. Auch wenn das stufenlose Getriebe mit seinen sieben vordefinierten Kennlinien die typischen „Gummibandeffekte“ vermeidet, muss sich der Fahrer sensibel zeigen. Soll die Kraftübertragung harmonisch erfolgen, hilft ein zurückhaltender Gasfuß, was nebenbei dem Verbrauch zugutekommt. Dass der Forester nicht zum Rasen gedacht ist, zeigen auch die technischen Daten. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h, der Standardspurt gelingt in 11,8 Sekunden.

Optisch kaum Modifikationen

Optisch sind die Designer der Formgebung der vierten Generation recht treu geblieben. Schließlich goutierten die Kunden den Auftritt des noch aktuellen Forester. Der hat sich im Laufe seiner über 20-jährigen Modellkarriere vom hochbeinigen Kombi zu einem Crossover-SUV gewandelt. Mit Erfolg: In Europa ist er wie auch in Deutschland der Bestseller im Subaru-Portfolio.

So kommt dem Betrachter das neue Außendesign also vertraut vor. Natürlich sind Unterschiede bemerkbar. Die Front wirkt jetzt mit dem etwas wuchtigeren Kühlergrill markanter und die hohe Gürtellinie erweckt in Kombination mit dem etwas niedrigeren Dach einen gefälligen Eindruck. Der Heckabschluss punktet mit den neuen Leuchten.
Wie schon der kompakte Impreza sowie das SUV XV basiert das neue Modell auf der „Subaru Global Platform“. Es streckt sich jetzt auf eine Länge von 4,63 Meter, ein Plus von 1,5 Zentimeter gegenüber der vierten Generation. Auch in der Breite hat es etwas zugelegt und kommt jetzt auf 1,82 Meter (plus 2 Zentimeter). Der Radstand beträgt 2,67 Meter (plus 2 Zentimeter). In der Höhe hat es leicht abgenommen (1,73 Meter).

Keine Experimente im Innenraum

Das Heck des Subaru Forester sieht eher altbacken aus. Foto: Subaru

Auch bei der Interieurgestaltung wagten die Kreativen keine Experimente. Subaru-Kunden fühlen sich gleich heimisch. Natürlich sind die Anzeigen und Displays größer geworden. Mit einem neu entwickeltem Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Bildschirm und Smartphone-Einbindung mittels Apple CarPlay und Android Auto hält moderne Konnektivität Einzug ins Auto. Armaturenbrett, Sitze und auch das Lenkrad mit den vielen Bedienknöpfen bleiben jedoch vertraut.

In Punkto Verarbeitung haben die Japaner noch eine Schippe draufgelegt. Die verwendeten Materialien der gefahrenen Testfahrzeuge – alle hochwertig mit Leder ausgestattet – fühlen sich gut an. Das Platzangebot ist gut, der Einstieg in den Fond gelingt nun dank etwas weiter ausgeschnittener Türöffnungen leichter. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 509 und 1.779 Liter. Golfer können nun ihr Sportgerät quer einladen.

Genaue Ausstattungsdetails nennt Subaru noch nicht. Im Basisniveau kostet der neue Forester ab 34.990 Euro. Ob etwas das umfangreiche Fahrerassistenzsystem „Eyesight“ zum Serienumfang gehören wird, ist noch nicht geklärt. (SP-X)

2 Kommentare

  1. Es ist gut, dass Subaru endlich Elektro-Antriebstechnik anbietet. Allerdings ist das bisher noch ein recht kleiner Schritt. Wichtig ist für den Forester, dass die Anhängelast hoch genug (2000 kg) ist, da viele ihn bisher als Zugfahrzeug genutzt haben. Schade ist, dass es keinen Diesel mehr gibt. Der war zuletzt als Euro6-Diesel sehr ausgereift, leise, ruhig und sparsam.

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