Cadillac Escalade: Neuauflage des Dickschiffs

Der neue Cadillac Escalade. © Cadillac

Für viele Menschen in Europa ist der Cadillac Escalade aufgrund seiner Größe ein Anachronismus. In anderen Ländern wie den USA sieht das anders aus.

Der US-Autokonzern General Motors erneuert seine SUV-Modelle auf der sogenannten T1-Plattform, auf der unter anderem GM Yukon, Chevrolet Silverado oder der offiziell auch in Deutschland erhältliche Cadillac Escalade basieren. Letzterer wurde jetzt in Los Angeles in seiner Neuauflage enthüllt, die sich durch viele bekannte wie auch eine Reihe neuer Eigenschaften auszeichnet.


Eigentlich war der Escalade schon bisher groß und darf dennoch in seiner Neuauflage ein weiteres Mal auf nun 5,38 Meter zulegen, was auch ein um 12,5 Zentimeter längerer Radstand ermöglicht. Die Langversion ESV erstreckt sich künftig auf sogar 5,77 Meter und kann dank eines bis zu 3585 Liter großen Kofferraums sogar mit Kleintransportern mithalten.

Neues Display

Grundsätzlich bietet das SUV seinen Gästen wie gehabt viel Leder, Chrom und Holz. Trotz abwechslungsreichem Materialmix ist der Arbeitsplatz aufgeräumt, denn viele Funktionen werden über die Menüs des Infotainmentsystems gesteuert. Dieses setzt in Hinblick auf die Display-Technik neue Maßstäbe, denn hier kommen drei Bildschirme mit neuester OLED-Technik in zudem gewölbter Form zum Einsatz. Der Bildschirm hinterm Lenkrad bietet eine 12 Zoll Bildschirmdiagonale. Dahinter gibt es seitlich versetzt links ein 7-Zoll-Touchscreen sowie rechts davon einen weiteren mit 14 Zoll. Die dreigeteilte Kinoleinwand erstreckt sich damit über 38 Zoll sehr weit über das zudem sehr breite Armaturenbrett.

Zwischen fünf Ausstattungsvarianten können Kunden wählen. Die Luxury genannte Basis (!) bietet bereits das Infotainment-System mit den OLED-Displays. Außerdem sind stets 22-Zoll-Räder, Lenkradheizung und Drei-Zonen-Klimaautomatik dabei. Optionale Schmankerl des Siebensitzers sind ein Rear-Entertainment-System und eine Audioanlage mit 3D-Surround-Sound. Die Audiotechnik bietet sogar Mikrofone, die die Stimmen der Insassen aufnehmen und verstärkt an kopfnahen Lautsprechern anderer Insassen ausgeben, was unkomplizierte Unterhaltungen auch zwischen Personen in erster und dritter Sitzreihe erlaubt.

Autonomes Fahren auf Level 2

Darüber hinaus beherrscht der große Ami automatisierte Fahrkünste auf Level 2. Auf der Autobahn fährt er auch ohne Fahrerhände am Steuer und beherrscht zudem freihändige Spurwechsel, wenn der Fahrer ein Blinksignal setzt.

Bei den Antrieben steht erstmals für den Escalade ein Diesel mit sechs Zylindern, drei Liter Hubraum und 281 PS zur Wahl. Wie beim 6,2-Liter-V8 (426 PS) ist auch der Selbstzünder immer an eine 10-Gang-Automatik gekoppelt. Neben Heck- gibt es auch Allradantrieb sowie adaptive Luftfederung und ein Magnetic-Ride-Fahrwerk.
Im Sommer will Cadillac den neuen Escalade in seiner Heimat auf den Markt bringen. Ein möglicher Starttermin für Deutschland steht noch nicht fest. Gleiches gilt auch für den Preis, der allerdings ziemlich sicher sechsstellig ausfallen wird. (SP-X)