5. Dezember 2016

Umfrage des ADAC Vorbehalte gegen autonomes Fahren

Ein autonom fahrendes Fahrzeug von Uber.
Ein autonom fahrendes Fahrzeug von Uber. © Uber

Autonomes Fahren stößt bei den Autofahrern noch auf Vorbehalte. Nach einer Umfrage des ADAC würde nur ein Drittel der Befragten, in ein selbstfahrendes Auto einsteigen. 35 Prozent lehnten das indes ab.




Die Autofahrer in Deutschland sind gespalten bei der Frage, ob sie in Roboterwagen einsteigen würden. Rund ein Drittel erklärten sich in einer repräsentativen Umfrage des Automobilclubs ADAC unter seinen Mitgliedern bereit dazu, 35 Prozent lehnten das ab. Zugleich hätten 29 Prozent noch keine klare Meinung, erklärte der ADAC am Sonntag zu den Ergebnissen der Erhebung.


Sicherheit als wichtiges Kriterium

Dass autonome Fahrzeuge in den Straßenverkehr in Deutschland kommen werden, denken unterdessen knapp zwei Drittel der ADAC-Mitglieder - und von ihnen glauben 40 Prozent, dass dies noch 11 bis 20 Jahre brauchen werde. Die Autoindustrie peilt derweil an, schon in fünf Jahren regulär selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Als ein zentrales Argument für die Roboterwagen wird die Sicherheit angeführt: Über 90 Prozent der Unfälle gingen auf menschliche Fehler zurück.

Dabei glauben 37 Prozent der ADAC-Mitglieder, dass Menschen in unvermeidbaren Unfallsituationen "ethischer" handeln würden als Computer, denen das 15 Prozent zutrauen. Eine der Fragen in der Diskussion um selbstfahrende Autos ist, wessen Leben die Software bei nicht mehr zu vermeidenden Unfällen priorisieren soll. Für 58 Prozent der Befragten bieten autonome Fahrzeuge die Möglichkeit, auch solchen Menschen Mobilität zu ermöglichen, die sich ansonsten nicht selbst aktiv hinter das Steuer setzen wollen oder können. „Vor der Einführung autonomer Systeme muss ein neuer gesellschaftlicher Rahmen geschaffen sowie die Rechte und Pflichten von Herstellern, Betreibern und Nutzern geklärt werden. Auch in der Welt der Automatisierung sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen“, sagte ADAC-Präsident August Markl. (AG/dpa)



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