Skoda baut seine Connect-Dienste weiter aus

VW-Tochter setzt auf Vernetzung

Die VW-Tochter Skoda setzt auf die Vernetzung ihrer Fahrzeuge. So wird der tschechische Autobauer sein Angebot bei Skoda Connect im kommenden Jahr nach und nach ausbauen.

Skoda hat auf dem deutschen Markt gerade einen neuen Rekordabsatz vermeldet. Im zurückliegenden Jahr konnte die VW-Tochter mit über 195.000 Fahrzeugen so viele Autos wie noch nie in ihrer Geschichte absetzen.


Damit sich dieser Trend auch im neuen Jahr fortsetzt, setzt Deutschland-Chef Frank Jürgens nicht nur auf die Kraft neuer Modelle wie beispielsweise den SUVs Kodiaq und Karoq, sondern auch auf das Thema der Konnektivität. Es soll mit dazu beitragen, dass sich die Kunden für ein Fahrzeug des tschechischen Importeurs entscheiden. „Beim Zukunftsthema Konnektivität hat Skoda in Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen“, sagt Jürgens. „Während die Kunden anderer Hersteller für die Annehmlichkeiten des vernetzten Automobils mehr oder weniger viel Geld bezahlen müssen, bietet Skoda seine Connect-Dienste mit Ausnahme des Citigo für seine gesamte Flotte serienmäßig an“, so Jürgens weiter.

Skoda bietet mehr als nur eCall

Hinter Skoda Care verbirgt sich das ab April EU-weit vorgeschriebene Notrufsystem eCall. Doch der von Skoda angebotene Dienst geht über das ab dem kommenden Jahr in allen Neuwagen vorschriebene eCall-System hinaus. Denn es verbindet sich nicht nur mit der im jeweiligen Land gültigen Notrufnummer, sondern der Fahrer eines Skoda wird mit einem Call-Center verbunden. Hier steht ein besonders geschulter Mitarbeiter dem Fahrer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte beiseite. Sollte der Einsatz von Rettungskräften nicht erforderlich sein, kann der Miarbeiter auch einen Pannendienst oder einen Abschleppwagen zum Ort des Geschehens bestellen.

Bei SkodaConnect kommt der Kunde zusätzliche Dienste wie beispielsweise Verkehrsinformationen in Echtzeit geliefert. Natürlich sind diese bei aktivierter Zielführung mit dem Navigationssystem verbunden, so dass auch Alternativrouten berechnet werden können. Das System informiert den Fahrer aber auch dann, wenn das Navi nicht angestellt ist. Liegt beispielsweise ein Stau vor einem oder eine Fahrbahnverengung durch eine Baustelle, wird der Fahrer darüber informiert. Doch das System kann noch viel mehr: So kann sich der Fahrer über einen Newsfeed nicht nur über das Weltgeschehen informieren, sondern er kann sich mit Skoda Connect beispielsweise auch Tankstellen (inklusive Preisinformationen) und freie Parkplätze in der Nähe anzeigen lassen.

Funktionen über App aufrufbar

Finden einer Takstelle bei Skoda Connect. Foto: Mertens
Tankstellenfinder bei Skoda Connect. Foto: Mertens

Wie es sich für eine solches System gehört, lassen sich etliche Funktionen des Fahrzeuges auch über eine App ansteuern. So kann man sich nicht nur anzeigen lassen, ob die Türen verschlossen sind, dass Licht auch wirklich aus ist, sondern man sich auch den Standort seines Fahrzeuges anzeigen lassen. Zudem ist es möglich, dass Fahrzeug über die App „Huppen und Blinken“ zu lassen. EineFunktion, die Skoda-Deutschlandchef Jürgens selbst nutzt, wie er verrät.

Zuletzt auf dem Flughafen Düsseldorf, wo er sich den Standort seines Skodas nicht gemerkt hatte. „Wir werden diesen Service im kommenden Jahr weiter ausbauen und mit weiteren Diensten ausstatten“, kündigt Jürgens an. Mehr mag er aber nicht verraten. Nur so viel: „Wir werden die Dienste im Sinne unserer Kunden nach und nach erweitern, damit sie einen noch größeren Alltagsnutzen bekommen.“

Auch wenn Jürgens noch nichts verraten will, so arbeiten die für die Connect-Dienste von Skoda verantwortlichen Entwickler unter anderem daran, dass sich ein Skoda auch per App öffnen und wieder verschließen lässt. Auch ist eine Anwahl der Funktionen durch eine Apple Watch in Arbeit; im Karoq lässt sich darüber bereits – sofern vorhanden – die Standheizung ansteuern. Später soll dies auch mit anderen Smartwatches und andere Modelle möglich sein. Zugleich arbeitet man auch mit Nachdruck daran, dass sich in Parkzonen die Parkgebühren über die App bezahlen lassen. Man darf also gespannt sein, wann Skoda im diesem Jahr die nächsten Erweiterungen seiner Connectdienste auf den Markt bringen wird. (AG/FM)

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