12. November 2014

LED-Doppelscheinwerfer und Neigetechnik Neue Roller: Von Yamaha T-Max bis zur Kymco

Die neue Yamaha T-Max.
Die neue Yamaha T-Max. © Yamaha

Das kommende Jahr wird Roller-Zeit. Eine Vielzahl von Herstellern schicken ihre neuen Modelle an den Start – darunter auch Yamaha mit seinem Erfolgsmodell T-Max.




Im kommenden Jahr drängen einige neue Roller auf den Markt. Der japanische Hersteller Yamaha hat seinen Erfolgs-Modell T-Max gründlich überarbeitet und nicht nur hübscher gemacht, sondern auch technisch aufgerüstet. Kymco stuft den erfolgreichen Downtown 300i zum 350i hoch und installiert mit dem Agility Maxi 300i ein technisch etwas einfacheres Modell eine halbe Klasse tiefer. Der Schweizer Emporkömmling Quadro hat nach jahrelanger Entwicklungsarbeit sein Modell Quadro4 serienreif; dabei handelt es sich um den ersten Vierradroller der Welt mit Neigetechnik.


T-Max eine fest Größe

Yamahas T-Max ist auf Europas Rollermärkten eine feste Größe: Insbesondere in Südeuropa wird der von einem 530 Kubikzentimeter großen Zweizylindermotor mit 34 kW/46 PS Leistung angetriebene Maxi-Scooter jährlich zu Zehntausenden verkauft; dort ersetzt er häufig den Zweitwagen. Für das Modelljahr 2015 erhält der T-Max eine dezent überarbeitete Verkleidung mit verbessertem Windschutz, eine neue Upside-down-Gabel, eine höherwertige Bremsanlage und als erster Roller weltweit LED-Doppelscheinwerfer.

Neu ist zudem ein schlüsselloses Bediensystem für Zündung und Wegfahrsperre. Zusätzlich zur Basisversion wird das exklusiver ausgestattete Sondermodell T-Max Iron Max offeriert, das auf Kunden abzielt, die sich gerne mit etwas Besonderem umgeben; technisch sind beide Versionen identisch. Sie werden ab Januar 2015 bei den Händlern stehen; Preise hat Yamaha Deutschland noch nicht bekanntgegeben.

Kymco mit vergrößertem Motor

Kymco hat seinem erfolgreichen Mittelklasse-Maxiscooter Downtown 300i einen auf 320 Kubikzentimeter Hubraum vergrößerten Einzylindermotor verpasst; die Leistung von 22 kW/30 PS bleibt zwar ungefähr gleich, doch wird die Maximalleistung bei einer deutlich geringeren Drehzahl realisiert. Vor allem aber steigt das maximale Drehmoment, das Triebwerk fühlt sich also kräftiger an und lärmt zugleich weniger. Zudem wurde die Kühlung des Triebwerks verbessert, die Schräglagenfreiheit auf 39 Grad erhöht, das von Bosch stammende ABS auf die jüngste Version 9.1M umgestellt und das Instrumentarium gefälliger und übersichtlicher gestattet. Natürlich erhielt auch die Karosserie eine optische Überarbeitung.

Die Kymco Agility Maxi
Die Kymco Agility Maxi © Kymco

Ein USB-Port im linken der beiden Frontfächer komplettiert die Neuerungen. Auf der Basis des Downtown 350i wird auch eine überarbeitete 125er Version angeboten. Eine Klasse tiefer rangiert der neue Kymco Agility Maxi 300i, der ebenfalls zur Kategorie der Maxiscooter zählt. Sein wassergekühlter Motor weist aber nur zwei Ventile und auch lediglich einen Hubraum von 271 Kubikzentimetern auf, die Leistung beträgt 17 kW/23,2 PS. Mit fast 200 Kilogramm ist der technisch einfacher aufgebaute Agility rund zehn Kilogramm schwerer als der leistungsfähigere Downtown, wird aber vermutlich im Preis auch wahrnehmbar unter diesem liegen.

Neigetechnik bei Quadro4

Einzigartig ist der vierrädrige Quadro4, der an Vorder- und Hinterachse die patentierte Neigetechnik HTS aufweist. Das System lässt eine maximale Schräglage von 45 Grad zu; gleichzeitig vermittelt es aufgrund des - gegenüber einem konventionellen Zweirad - viel besseren Fahrbahnkontakts ein weitaus höheres Sicherheitsgefühl. Der aus dem Neige-Dreiradroller Quadro 350S stammende Einzylindermotor wurde weiterentwickelt und leistet nun 22 kW/30 PS, die Höchstgeschwindigkeit dürfte bei etwa 135 km/h liegen. Das fahrfertig ca. 275 Kilogramm wiegende Gefährt ist mit einem Vier-Scheiben-Kombinationsbremssystem ausgerüstet und darf in der EU mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden. Es soll im Laufe des Frühjahrs nach Deutschland kommen; der Preis ist noch nicht bekannt. (SP-X)



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