VW startet Autoproduktion schrittweise ab 20. April

Gesundheitsschutz der Mitarbeiter steht beim Wiederanlauf der Produktion im Vordergrund. © VW

Volkswagen fährt die Produktion in seinen Werken schrittweise wieder hoch. Zunächst werden ab dem 20. April in Zwickau und Bratislava wieder Autos gebaut.

Danach wird in der Woche ab dem 27. April auch wieder mit der Fertigung in den übrigen deutschen Produktionsstätten sowie in Portugal, Spanien, Russland und USA wieder anlaufen, wie der Autobauer am Mittwochabend in Wolfsburg mitteilte. In Südafrika, Argentinien, Brasilien und Mexiko soll im Laufe des Mais wieder produziert werden.


„Mit den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierungen sowie den Lockerungen von Maßnahmen in weiteren europäischen Staaten sind die Rahmenbedingungen geschaffen, die Produktion wieder schrittweise aufnehmen zu können“, sagte Ralf Brandstätter, der das Tagesgeschäft der Kernmarke VW verantwortet.

Es gilt weiter Kurzarbeit

Auf die Wiederaufnahme der Produktion habe sich der Hersteller in den zurückliegenden drei Wochen vorbereitet und einen Maßnahmenkatalog zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter erarbeitet. Für die VW-Mitarbeiter in Deutschland werden gelte vorerst weiter Kurzarbeit.

„Wir fahren die Produktion und Logistik gestaffelt und wohlgeordnet wieder hoch. Dabei hat die Gesundheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität. Mit einem 100-Punkte-Plan sorgen wir für sichere Arbeitsplätze und maximalen Gesundheitsschutz“, sagte VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann.

Verständnis von Führungskräften gefordert

Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte für den Wiederanlauf der Produktion Verständnis von den Führungskräften- „Unter diesen Umständen haben wir noch nie Fahrzeuge entwickelt, gebaut und vertrieben. Daher erwarte ich von den Führungskräften, für die nötige Vertrautheit mit den neuen Prozessen zu sorgen. Zeit für Antworten ist jetzt wichtiger als die täglichen Produktionszahlen“, so der Arbeitnehmervertreter.

Vor Ostern hatte der Konzern angekündigt, die Produktion in seinen Zulieferwerken in dieser Woche wieder stärker anlaufen zu lassen. In einigen Werken der Komponentenfertigung sollte der ohnehin laufende Teilbetrieb erweitert werden, um die Versorgung der chinesischen Produktionswerke sicherzustellen. Davon seien insgesamt 1700 Mitarbeiter an den Standorten Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz und Hannover betroffen.

„Der schrittweise Anlauf unserer Werke war wichtig, um die Belieferung der Übersee-Werke abzusichern. Nun gilt es, unter Einhaltung umfangreicher Schutzmaßnahmen den gesamten Produktionsverbund anzufahren und markenübergreifend alle fahrzeugproduzierenden Werke mit Komponenten zu versorgen“, sagte der Chef von VW Komponente, Thomas Schmall. (mit dpa)

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