Opel-Chef: Wir müssen und werden uns verändern

PSA hält an Gewinnziel fest

Opel und PSA. Foto: dpa
Der PSA-Konzern hält an seinem Gewinnziel für Opel fest. © dpa

Der französische PSA-Konzern hält an seinem Gewinnziel für den Autobauer Opel fest. Auf dem Weg dorthin hätten die Rüsselsheimer bereits erste konkrete Ergebnisse erzielt.
Im übernächsten Jahr solle das Ergebnis im laufenden Geschäft bei zwei Prozent des Umsatzes liegen, sagte Finanzvorstand Jean-Baptiste de Chatillon am Donnerstag in Rueil-Malmaison. Bisher fahren die Rüsselsheimer hohe Verluste ein.

«Der Plan für eine Wende (bei Opel) bringt erste konkrete Ergebnisse», sagte De Chatillon. Er verwies auf deutliche Kostensenkungen, beispielsweise bei der Entwicklung des neuen Corsa. PSA hatte Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im Sommer 2017 für 1,3 Milliarden Euro von US-Konzern General Motors übernommen.


Lohscheller: So kann es nicht weitergehen

Opel-Chef Michael Lohscheller bewertete den seit August aufgelaufenen operativen Verlust seines Unternehmens von 179 Millionen Euro vor Sondereinflüssen als «weiteres Signal, dass es so nicht weitergehen kann». Opel müsse und werde sich verändern. Lohscheller wies auf die bereits umgesetzte Reduzierung der Fixkosten um 17 Prozent und die in Gang gesetzte Exportoffensive hin, bei der die Rüsselsheimer bestehende Strukturen der PSA-Gruppe nutzt.

Alle Werke müssten wettbewerbsfähig werden, forderte der Lohscheller. Dort gehe man Schritt für Schritt vor, um gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen die Zukunft der Standorte zu sichern.

De Chatillon bestätigte, dass mit GM weiter gesprochen werde. Thema sei aber nicht der Kaufpreis – es gehe um Aspekte der Buchhaltung. «Nichts hat sich geändert», sagte der Manager mit Blick auf den Preis. Ende 2017 hatte es Spekulationen gegeben, wonach PSA von GM 500 Millionen Euro wegen der CO2-Emissionen bei Opel zurückverlangen wolle. De Chatillon sprach von Gerüchten. Es gebe keinen Anspruch gegenüber GM wegen der Emissionswerte. (dpa)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein