Ghosn fordert Offenlegung der Haftgründe

Carlos Ghosn. Foto: dpa
Carlos Ghosn wurde auch von Mitsubishi entlassen. © Paul Sancya/AP/dpa

Carlos Ghosn sitzt immer noch in Untersuchungshaft in Japan. Nun hat der Automanager gefordert, den offiziellen Grund für seine Haft zu wissen.

Der frühere Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan hat deshalb eine entsprechende Forderung zur Offenlegung der Gründe für seine Untersuchungshaft eingereicht, gab das Bezirksgericht in Tokio am Freitag bekannt.

Das Gericht hat hierzu für den 8. Januar einen Sitzungstermin anberaumt. Ghosn, der weiter Chef bei Renault ist, und seine frühere rechte Hand Greg Kelly waren am 19. November in Tokio wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen worden.

Ghosn bis 11. Januar in Haft

Kelly kam kürzlich gegen Kaution aus der Untersuchungshaft. Ghosn dagegen bleibt vorerst weiter in Haft, nachdem die Staatsanwaltschaft weitere Vorwürfe gegen den Automanager erhoben hatte. Demnach soll er auch private Investitionsverluste auf seinen früheren Arbeitgeber, den er einst vor naher Pleite gerettet hatte, übertragen haben.

Das Gericht in Tokio hatte am Silvestertag der Forderung der Staatsanwaltschaft stattgegeben, den bereits seit mehr als einen Monat in U-Haft sitzenden Automanager bis 11. Januar zu verhören. Einen Termin für einen Prozess gegen den Automanager gibt es noch nicht. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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