ADAC-Test: Kindersitze besser als gesetzliche Vorgaben

Der ADAC hat 26 Kindersitze getestet. © ADAC/Ralph Wagner

Der ADAC hat 26 Kindersitze für alle Altersklassen getestet – mit gutem Ergebnis. So hat das Gros der Sitze die gesetzlichen Anforderungen überschritten. Allerdings erhielt nur ein Sitz ein „sehr gut“.

Dabei handelt es sich um die Babyschale „Silver Cross Dream + Dream i-Size Base“, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Daneben wurden 18 Kindersitze von den Testern mit der Note „gut“ bewertet. Ein Sitz erhielt ein „befriedigend“. Schlusslicht unter den vom ADAC getesteten Modellen war mit einem „ausreichend“ der „Osann Flux Plus“.


Es ist mit einem Preis von 75 Euro zugleich auch der billigste Sitz im Feld. Dieser Sitz sei zwar frei von Schadstoffen, wies aber Schwächen bei der Bedienung und der Sicherheit auf, wie der ADAC feststellte. Geprüft wurde vom ADAC neben diesen beiden Aspekten auch die Handhabung des Sitzes. Kein Sitz fiel beim Test beim nicht für alle Produkte gesetzlich vorgeschriebenen Seitenaufpralltest.

Probleme in Carsharing-Fahrzeugen

Als Problem wertete der ADAC den Umstand, dass Familien ohne eigenes Auto bei der Nutzung eines Carsharingfahrzeuges das Problem hätten, dass die Firmen nicht in allen Fahrzeugen Kindesitze anbieten würden. Dabei würden Sitzerhöhungen in den Fahrzeugen nicht als gleichwertiger Ersatz angesehen. Sie seien höchstens ein Notbehelf, da sie keinerlei Seitenaufprallschutz böten, wie der ADAC feststellte.

Die Tester des Automobilclubs weisen die Eltern darauf hin, dass nicht jeder Kindersitz gleich gut in jedes Auto passe. Deshalb sollten beim Kindersitzkauf sowohl die Kinder als auch das eigene Auto mitgebracht werden. Nur so könnten verschiedene Modell ausprobiert werden. Damit die Kindersitze auch den bestmöglichen Schutz bieten, muss er richtig im Auto eingebaut werden. Zudem müssen die Gurte richtig angezogen sein und nah am Körper des Kindes anliegen. Gurte und Rückenstütze müssten zudem an die Größe des Kindes angepasst werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein