Tanken wird teurer, Gaffer erhalten härtere Strafen

Neuerungen 2021

Tanken wird teurer, Gaffer erhalten härtere Strafen
Tanken ist derzeit noch günstig. © dpa

Autofahrer müssen sich im kommenden Jahr auf einige Neuerungen einstellen. Dazu gehören unter anderem auch höhere Kraftstoffpreise.

Aufgrund neuer Klimaschutzgesetze wird das Tanken von Diesel und Super-Benzin teurer. Der Gesetzgeber will damit erreichen, dass Autofahrer auf klimafreundlichere Alternativen wie Super E10 zurückgreift. Momentan kostet der Liter Super E10 nach der Auswertung des ADAC 1,217 Euro (0,3 Cent weniger als in der Vorwoche) und der Liter Diesel 1,088 Euro (0,8 Cent mehr als in der Vorwoche.


Einen Anreiz zum Kauf von effizienteren Fahrzeugen soll auch die Reform der Kfz-Steuer sorgen. Wer viel verbraucht, der soll zukünftig auch mehr bezahlen. Doch die Reform geht Umweltverbänden nicht weiter genug. Sie hätten sich hier ein Bonus-Malus-System gewünscht, was diesen Namen auch wirklich verdient.

Ab dem kommenden Jahr dürfen zudem nur noch Auto zugelassen werden, die die Abgasnorm Euro 6d (ISC-FCM) erfüllen. In der Klasse L (vor allem Motorräder) sind nur noch Euro-5 Modelle zulassungsfähig, teilte der ADAC am Mittwoch mit.

DAB wird Standard

Daneben tritt mit dem 21. Dezember die Regelung in Kraft, dass Fahrzeuge bei der Erstzulassung über ein Radio mit dem Digital-Standard DAB+ ausgestattet sein müssen.

Höhere Strafen für Gaffer

Ab dem kommenden Jahr kommen auf Gaffer höhere Strafen zu. Dann wird nicht nur das Filmen und Fotografieren von Verletzten unter Strafe gestellt, sondern ab Januar auch das von Toten. Es können Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe verhängt werden, wie der Automobilclub mitteilt.

Günstigere Ersatzteile

Freuen können sich Autofahrer in Kürze über günstigere Ersatzteile. Möglich wird dies durch eine sogenannte Reparaturklausel im „Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs“. Dadurch können freie Ersatzteilhändler künftig mit Automobilherstellern und deren Original-Ersatzteilen konkurrieren. Sichtbare Ersatzteile wie Kotflügel, Motorhauben oder Scheinwerfern, deren Design nach dem Inkrafttreten angemeldet wird, können dadurch im freien Teilehandel günstiger werden.

Mehr Fahrgastrechte

Ab voraussichtlich August 2021 sollen auch die Fahrgastrechte reformiert werden. Fahrgäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität bekommen dann mehr Rechte. Daneben soll jeder Bahnkunde zukünftig das Recht haben, Fahrräder mit in den Zug zu nehmen. Daneben wird es auch einen Anspruch auf Entschädigung geben, wenn außergewöhnliche Umstände wie beispielsweise extremes Wetter zum Zugausfall oder einer Verspätung führen.

Generelle Winterreifenpflicht

Besser und sicherer unterwegs mit Winterreifen. Foto: Goodyear

In Frankreich gilt ab dem 1. November eine generelle Winterreifenpflicht für Bergregionen. Diese wird voraussichtlich in 48 Departements gelten. Aktuell gibt es in Frankreich keine generelle Winterausrüstungspflicht, sie kann bei winterlichen Straßenverhältnissen regional kurzfristig angeordnet werden.

Tempolimit sinkt

In Spanien wird ab Mitte 2021 das Tempolimit innerorts flächendeckend gesenkt. Die Kommunen können aber bereits früher damit beginnen. Dann gilt auf auf Straßen mit einer einzigen Fahrspur für beide Fahrtrichtungen und ohne seitliche Gehsteige ohne Höhenunterschied ein Tempolimit von 20 km/h. Wer auf Straßen mit jeweils einer Fahrbahn für jede Fahrtrichtung unterwegs ist, darf maximal 30 km/h fahren. Auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung beträgt das Tempolimit weiterhin 50 km/h.

Strafe bei Mitführen von Radarwarngeräten

Auch das Mitführen von Radarwarngeräten wird verboten und mit 500 Euro Bußgeld geahndet.

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