22. März 2016

TomTom-Verkehrsindex Stuttgarts Autofahrer stehen 133 Stunden im Stau

Stuttgart ist staureichste Stadt Deutschlands und leidet unter Feinstaub.
Stuttgart ist staureichste Stadt Deutschlands und leidet unter Feinstaub. © dpa

Autofahrer in Stuttgart stehen deutschlandweit am längsten im Stau. Der Zeitverlust beläuft sich im Jahr für die Betroffenen auf 133 Stunden. Das geht aus dem TomTom-Verkehrsindex hervor.




Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart bleibt die staureichste Stadt in Deutschland. Wie aus dem TomTom-Verkehrsindex hervorgeht, müssen Autofahrer für eine Fahrt, die ohne Verkehrsbeeinträchtigungen 60 Minuten dauert, im Tagesdurchschnitt 20 Minuten zusätzliche Fahrzeit einplanen. Noch länger dauert die Fahrt morgens: hier stehen Pendler 30 Minuten länger im Stau, abends sind es durchschnittlich sogar 37 Minuten. Über das Jahr betrachtet, stehen Stuttgarts Autofahrer 133 Stunden im Stau. Das entspricht 16,5 Arbeitstagen.

Hinter den Schwaben landet Hamburg mit einer durchschnittlichen zusätzlichen Fahrtzeit von 18 Minuten vor Köln (18 Minuten), München (17:24 Minuten) und Berlin (16:48 Minuten) auf Platz zwei der staureichsten deutschen Städte. Stuttgart kommt damit auf einen allgemeinen Staulevel von 33 Prozent. Das bedeutet, dass die Fahrt aufgrund der Verkehrsbelastung um 33 Prozent länger dauert. Im internationalen Vergleich sieht die Verkehrsbelastung in Deutschland trotz dieser langen Staustandzeiten gar nicht einmal so schlecht aus, wie TomTom ermittelt hat: hier landet Deutschland im internationalen Vergleich gerade einmal auf Platz 48.


Moskau europaweit staureichste Stadt

Europaweit ist Moskau (allgemeiner Staulevel 44 Prozent) vor Bukarest (43 Prozent) und St.Petersburg (40 Prozent) die Stadt mit dem höchsten Staulevel. Weltweit rangiert Mexiko-Stadt (59 Prozent) vor Bangkok (57 Prozent) und Istanbul (50 Prozent) ganz vorn. Moskau rangiert im weltweiten Ranking auf Platz fünf. Im Vergleich zu 2008 ist die globale Verkehrsbelastung seit 2008 um dreizehn Prozent angestiegen. Dabei gibt es zwischen den Kontinenten jedoch deutliche Unterschiede: Während der Verkehr in Nordamerika um 17 Prozent anstieg, waren es in Europa nur zwei Prozent.

Für den Verkehrsindex hat TomTom im Vorjahr die Daten von 295 Städten in 38 Ländern ausgewertet. Dazu hat der niederländische Navigationshersteller 14 Billionen Datenpunkte verwandt. Mit seinem jährlich herausgegebenem Verkehrsindex will TomTom Autofahrern und Städten dabei helfen, die Verkehrsentwicklung besser zu verstehen und die Belastung durch den Verkehr zu reduzieren. „Wenn nur fünf Prozent von uns ihre Fahrgewohnheiten ändern würden, könnte die Reisezeit auf großen Autobahnen um bis zu 30 Prozent verbessert werden. Gemeinsam können wir Staus besiegen“, sagte TomTom-Vizepräsident Ralf-Peter Schäfer. (AG/FM)



Lesen Sie mehr aus dem Ressort Navigation



Mehr aus dem Ressort

Opel stattet den Mokka X mit IntelliLink und OnStar aus.
IntelliLink und Onstar an BordOpel vernetzt neuen Mokka X

Für Opel ist die Überarbeitung des Mokka zum Mokka X nicht auf optische Reize beschränkt. Neben einem neuen Turbo-Benziner fährt das Mini-SUV aus Rüsselsheim voll vernetzt vor.


Auch VW führt Online-Dienste und Notruf ein.
Premiere im TiguanVW Car-Net: Nachricht für Papa

Online-Dienste halten mehr und mehr Einzug in das Auto. Volkswagen macht nun den Anfang im Tiguan – allerdings nicht unbedingt nur zur Freude von jüngeren Fahrern.


Der Toyota Proace wird vernetzt
Vernetztes FlottenmanagementToyota stattet Proace mit Telematiksystem aus

Toyota feiert im September gleich zwei Premieren. So wird neben dem Transporter Proace zugleich das neue Telematiksystem ProBusiness Telematics eingeführt, das vor allem Betriebskosten senken soll.