Deutscher Automarkt trotz schwachem Dezember im Plus

VW beendet 2017 im Minus

Der Automarkt in Deutschland war im März rückläufig. Foto: dpa
Der Automarkt in Deutschland musste im März Rückschläge hinnehmen. © dpa

Mit insgesamt 3,44 Millionen Neuzulassungen hat der Automarkt in Deutschland das Jahr 2017 beendet. VW ist trotz einer Jahresdelle der überlegene Spitzenreiter, Tochter Skoda führt ebenso überlegen die Liste der Importeure an.

Mit einem Minus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bei 253.950 Pkw hat der Automarkt in Deutschland den letzten Monat des Jahres 2017 abgeschlossen. Trotz der Dezemberdelle bedeuteten in der Jahresbilanz 3,44 Millionen Neuwagen ein Wachstum über 2,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2016, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit.


Spitzenreiter VW behielt zwar mit einem Marktanteil von 18,4 Prozent seinen Spitzenplatz, musste aber im Jahresverlauf einen Rückgang über 3,3 Prozent bei 634.270 Einheiten hinnehmen. Auf dem zweiten Rang folgt Mercedes mit einem Marktanteil von 9,5 und 326.188 Neuzulassungen.

Ford distanziert Opel

Den dritten Podiumsrang nimmt Audi mit einem Marktanteil von 8,2 Prozent ein. Die VW-Tochter aus Ingolstadt musste aber übers Jahr gesehen einen Verlust über 2,2 Prozent quittieren. Knapp mit minus 0,1 Prozent scheiterte BMW am Vorjahresergebnis. Die Münchner liegen mit 7,6 Prozent vor Ford, das mit 7,2 Prozent Marktanteil und 246.589 Neuzulassungen den Mitbewerber aus Rüsselsheim letztendlich klar distanzierte. Opel und Ford hatten sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, ehe ein schwacher Dezember die Opelaner mit knapp insgesamt 3000 weniger verkaufter Autos in Rückstand brachte, das Vorjahresergebnis aber bestätigte.

Bei den Importeuren verteidigte Skoda den Spitzenplatz mit 5,6 Prozent Marktanteil bei einem Wachstum über 4,3 Prozent. Auf dem zweiten Rang folgt Renault mit 3,9 Prozent Marktanteil. Die Franzosen konnten 2017 über 8,1 Prozent zulegen. Hyundai behauptete mit einem Marktanteil von 3,2 Prozent knapp den dritten Rang gegenüber Seat. Die VW-Tochter aus Spanien ließ bei gesamt 108.203 Neuzulassungen in den zwölf Monaten ganze 315 weniger Fahrzeuge neu zu als die Filiale aus Korea.

Weniger Dieselzulassungen

Nicht überraschend nahm der Anteil dieselbetriebener Antriebe 2017 aufgrund der Diskussion über Fahrverbote ab. 38,8 Prozent vertrauen weiterhin dem Selbstzünder. 2016 lag die Zahl noch bei knapp 46 Prozent. Zulegen konnten dagegen die alternativen Antriebe. 3723 Erdgasfahrzeuge bedeuteten eine Steigerung von 14,9 Prozent, bei Flüssiggas-Fahrzeugen betrug das Wachstum bei 4400 Zulassungen gar 47,2 Prozent.

Der Hybridanteil legte bei 84.675 Neuzulassungen um 76,4 Prozent zu. Davon sind 29.436 Plugin-Hybride, die unter die Elektroauto-Förderung fallen und 2017 um insgesamt 114,2 Prozent zulegten. Reine Elektroautos wurde 25.056 Mal zugelassen, eine Steigerung über 119,6 Prozent. Trotz des Wachstums bei alternativen Antrieben wuchsen die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr leicht um 0,5 Gramm auf 127,9 Gramm pro Kilometer an.

Stärkstes Segment mit 23,3 Prozent ist weiterhin die Kompaktklasse. Die SUV legten um 22,5 Prozent zu und kommen nun auf einen Marktanteil von 15,2 Prozent. Dahinter folgen die Kleinwagen, auf die 14,5 Prozent entfielen. Eine herbe Delle mussten die Krafträder 2017 hinnehmen. Mehr als ein Fünftel weniger als 2016 wurden verkauft.

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