Dieselgate: US-Gericht bestätigt Milliarden-Vergleich mit VW

VW sieht in den USA derzeit nur Rücklichter. © Audi

Im Abgas-Skandal hat ein US-Berufungsgericht einen Milliarden-Vergleich zwischen VW und geschädigten US-Kunden bestätigt. Die Richter wiesen Einwände zurück.

Gegen den Kompromiss hatte es zahlreiche Sammelklagen gegeben; dessen Einwände wurden nun zurückgewiesen, wie aus der Entscheidung vom Montag hervorgeht.


Konkret ging es um die Rechtmäßigkeit eines bis zu rund zehn Milliarden Dollar teuren Entschädigungsprogramms, das VW vor allem für Rückkäufe und Reparaturen von fast 500.000 Dieselwagen mit Manipulations-Software eingerichtet hatte. Einige Kläger hatten diese Lösung nicht hinnehmen wollen und Berufung eingelegt.

Gericht sieht Vergleich als fair an

Das Gericht wies ihren Antrag jedoch ab und bewertete den Vergleich als «fair und angemessen». Die betroffenen VW-Kunden dürften dabei höhere Entschädigungen erhalten haben, als sie bei einem Prozess gegen den Konzern hätten erwarten können, hieß es in der Begründung.

VW hatte sich bei dem Vergleich zu einem umfassenden Entschädigungspaket verpflichten müssen. US-Kunden erhielten die Wahl, ihre Fahrzeuge an den Konzern zurück zu verkaufen, ihre Leasing-Verträge zu beenden, oder – sofern möglich – die Betrugssoftware aus den Autos entfernen zu lassen.

Insgesamt hatte VW bei diesem ersten «Dieselgate»-Vergleich vor rund zwei Jahren Zahlungen von 14,7 Milliarden Dollar akzeptiert. Damit wurden viele US-Sammelklagen auf einen Schlag beigelegt. Die Rechnung für die Abgasaffäre stieg aber noch kräftig weiter – inzwischen hat der Konzern für Entschädigungen und Strafen in Nordamerika schon mehr als 25 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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