Volkswagen-Konzern knackt Millionen-Grenze

SUV und China als Erfolgsfaktoren

Der Tiguan ist in China und den USA sehr beliebt
Der Tiguan ist in China und den USA sehr beliebt © VW

Der Volkswagen-Konzern hat im September eine neue Bestmarke aufgestellt. Erstmals wurden innerhalb eines Monats mehr als eine Million Fahrzeuge der verschiedenen Marken ausgeliefert.

Der Volkswagen-Konzern hat im September das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Erstmals wurden mehr als eine Million Fahrzeuge der verschiedenen Marken ausgeliefert. Mit 1,01 Millionen Neuzulassungen stieg der Absatz um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Volkswagen mitteilte.

„Dieses Rekordergebnis zeigt die Stärke des Volkswagen Konzerns“, sagt Fred Kappler, Leiter Konzern Vertrieb. Auch seit Jahresbeginn liegt der Mehrmarkenkonzern bei 7.806.700 Auslieferungen mit 2,6 Prozent im Plus.

SUV der einzelnen Marken sehr begehrt

Kappler nennt zwei Faktoren für das Rekordergebnis. „Besonders unsere neuen SUVs kommen gut an. Dabei spielt China eine unverändert wichtige Rolle." So entschieden sich im Reich der Mitte viele Kunden für die neuen Geländegänger VW Terramont und Tiguan sowie den Skoda Kodiaq. Auch die Langversion des Audi A4 sorgte für das Wachstum von 6,3 Prozent bei 406.500 Verkäufen.

Zudem befinden sich die einstigen Problemmärkte im Aufwind. In Russland kamen 2500 Mehrverkäufe im Vergleich zum Vorjahr hinzu, sodass 17.500 Auslieferungen einen Zuwachs von glatten 17 Prozent bedeuteten.

Delle in der Heimat

Gleich dreistellig legte der Konzern in Brasilien zu. Hier fanden 27.800 Einheiten neue Besitzer, was einem Wachstum über 110,5 Prozent entspricht. Auch in den USA geht es weiter aufwärts. 56.700 verkaufte Einheiten, darunter die neuen SUV Atlas und Tiguan, bedeuten ein Plus von 21,8 Prozent.

Dagegen ist der Absatz in Deutschland weiter rückläufig. Minus 3,3 Prozent bei 107.200 Neuzulassungen verlängern die Talfahrt. Denn auch nach neun Monaten liegt Volkswagen bei 973.400 Einheiten mit 1,9 Prozent unterm Strich. (AG/TF)

VW auf der IAA 2017

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.