GM warnt Trump vor Strafzöllen für ausländische Autos

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump verschärft den Handelsstreit. © dpa

General Motors (GM) hat US-Präsident Donald Trump vor höheren Einfuhrzöllen auf Fahrzeuge aus dem Ausland gewarnt. Das könne auch zu Jobverlusten in den USA führen.

Sollte die Regierung die Handelsschranken für Autohersteller erhöhen, so berge dies Risiken, die auch in den USA der Wettbewerbsfähigkeit schaden und zu Jobverlusten führen könnten, teilte der Konzern mit.


Zuvor hatte bereits der Lobbyverband Auto Alliance, zu dem neben GM auch Branchengrößen wie Ford, Toyota oder Volkswagen zählen, vor hohen Kosten für Verbraucher gewarnt.

Preise erhöhen sich

«Zölle auf Autos und Autoteile erhöhen die Preise für Kunden, sie vermindern die Auswahl und laden Handelspartner zu Vergeltungsmaßnahmen ein», hieß es in dem Appell.

Trump droht im Handelsstreit insbesondere der Europäischen Union mit höheren Zöllen auf Autoimporte und lässt derzeit untersuchen, ob diese eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Mit der gleichen – höchst umstrittenen – Begründung hatte seine Regierung zuletzt schon hohe Zölle auf Stahl und Aluminium verhängt.

Zuletzt hatte Harley-Davidson angekündigt, Teile der Produktion aus den USA zu verlagern. Der Grund: die EU-Vergeltungszölle auf amerikanische Waren. Dadurch soll eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Anhebung der EU-Zölle von bisher 6 auf 31 Prozent mache ein Motorrad von Harley-Davidson in Europa im Schnitt um 2200 Dollar teurer.

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