VDA: In einem Handelskrieg gibt es keine Gewinner

Drohung von Strafzöllen

Bernhard Mattes (l.) und VW-Chef Matthias Müller. Foto: dpa
VDA_Chef Bernhard Mattes (l.) und VW-Chef Matthias Müller. © dpa

Die deutsche Autoindustrie hat die Politik dazu aufgerufen, einen „Handelskrieg“ mit den USA zu vermeiden. Der VDA mahnte zur Besonnenheit.

„In einem solchen Handelskrieg gibt es keine Gewinner, auf keiner Seite“, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, am Freitag in Berlin. Europa sollte mit Entschiedenheit, aber auch mit Besonnenheit handeln.

US-Präsident Donald Trump hatte Schutzzölle auf eingeführte Stahl- und Aluminiumprodukte verhängt. Die EU erwägt Gegenmaßnahmen. Eine vorläufige Liste der EU-Kommission sieht Strafzölle auf US-Produkte wie Whiskey, Mais und Erdnussbutter vor.

VDA-Chef rät von Gegenmaßnahmen ab

Mattes warnte indirekt vor solchen Gegenmaßnahmen. Trump hatte gedroht, im Falle von Strafzöllen der EU auf US-Produkte die Importzölle auf europäische Autos zu erhöhen. Dies könnte die deutschen Autohersteller massiv treffen.

„Mit Emotionen kommen wir nicht weiter, wir brauchen eine sachliche Debatte“, sagte Mattes. Maßstab dafür seien sind die Prinzipien der Welthandelsorganisation WTO, die fairen und freien Handel sichern sollen. „Eine Eskalation hilft niemandem.“

Die Grundidee des Freihandelsabkommens TTIP sollte wieder aufgenommen werden. „In einem neuen transatlantischen Abkommen könnten dann auch noch bestehende Marktzugangshemmnisse partnerschaftlich abgebaut werden.“ (dpa)

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