Auch Renault schenkt Kunden die Mehrwertsteuer

Der Renault Twingo ist ideal für die Stadt. © Renault

Nach Opel folgt nun auch Renault: Der französische Autobauer erlässt seinen Kunden beim Kauf eines Fahrzeuges mit Benzin- oder Dieselmotor die Mehrwertsteuer.

Wie der Importeur am Freitag am Deutschlandsitz in Brühl mitteilte, gilt diese Aktion für Neuzulassungen von Juli bis Oktober. Damit geht auch Renault deutlich über die im Konjunkturpaket der Bundesregierung beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent hinaus, die ab dem 1. Juli in Kraft tritt.


„Die staatlich beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer setzt einen positiven Impuls für die Autobranche. Renault geht jetzt deutlich weiter. Wir schenken den Kunden beim Kauf eines neuen Renault Pkw mit Benzin- oder Dieselantrieb die Mehrwertsteuer komplett”, sagt Deutschland Chef Uwe Hochgeschurtz.

Plug-in-Hybride und Megane R.S. ausgenommen

Von dieser Aktion ausgenommen sind lediglich der Mégane R.S. sowie die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle der Marke. Gerade erst hatte Renault angekündigt, die von der Regierung auf 6100 Euro (inklusive Akustik-Förderung) erhöhte Kaufprämie für seine Elektroautos  Zoe und Kango Z.E. auf insgesamt 10.000 Euro zu erhöhen. So hat Renault den Herstelleranteil an dieser Innovationsprämie von 3000 auf 3900 Euro angehoben.

Sowohl mit der Erhöhung der Kaufprämie als auch der nun verkündeten Mehrwertsteueraktion will der Importeur einen Impuls zur Belebung des Automarktes nach der Coronakrise setzen. Die Neuzulassungen in den vergangenen Monaten sind drastisch eingebrochen.

Preis sinkt auf 19.900 Euro

Das Heck der neuen Zoe. Foto: Renault

Dank der nun auf insgesamt 10.000 Euro erhöhten Kaufprämie kann der Renault Zoe für 19.900 Euro erworben werden. Wer die Batterie least (je nach Laufleistung kostet das monatlich ab 79 Euro), der kann das E-Auto bereits für 11.900 Euro kaufen.

Für den neuen Captur Plug-in-Hybrid gibt es eine Innovationsprämie von 7500 Euro. Sein Preis beläuft sich damit auf 26.100 Euro. Käufer eines dienstlich genutzten E-Autos können dabei sogar doppelt sparen: denn sie müssen den Steuervorteil für die private Nutzung nur noch mit einem Satz von 0,25 versteuern. Für Verbrenner beläuft sich der Steuersatz auf 1 Prozent. Neben Opel hatte auch Nissan angekündigt, auf die Mehrwertsteuer zu verzichten. Bei Nissan erlässt man den Kunden für den Monat Juni für die Modelle Qashqai, X-Trail, Micra und Juke bei Kauf oder Finanzierung die Mehrwertsteuer.

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