PSA erarbeitet Plan für Wiederaufnahme der Produktion

PSA-Chef Carlos Tavares. © dpa

Der PSA-Konzern arbeitet an einem Zeitplan zur Wiederaufnahme der Produktion. Ein genauer Termin dafür stehe aber noch nicht fest.

Die Gesundheit der Mitarbeiter stehe bei allen Planungen im Vordergrund. Der Konzern hatte Mitte des Monats 15 Autowerke in ganz Europa geschlossen. In Deutschland waren die Standorte Rüsselsheim und Eisenach betroffen. Auch Werke in Spanien, Frankreich, Portugal, Großbritannien und in der Slowakei machten dicht.


„Wir werden keinen Kompromiss machen im Hinblick auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter (…)“, kündigte Konzernchef Carlos Tavares in Rueil-Malmaison bei Paris an. „Ich habe volles Vertrauen in die Fähigkeit der Mitarbeiter der Groupe PSA, ihren Beitrag zu leisten, diese Krise zu überwinden“, so der PSA-Chef. Der französische Hersteller bereitet sich zur Zeit auf seine Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autogiganten Fiat Chrysler vor. Opel gehört seit gut zweieinhalb Jahren zu PSA.

Neuer Zeitplan wird erstellt

Auch im Opel-Werk in Rüsselsheim ruht die Produktion. Foto: dpa

Ursprünglich hatte der Produktionsstopp bis zum 27. März dauern sollen, Nun erarbeiten die Experten auf Grundlage des Prinzips „Vorbereiten, Testen, Neustarten“ einen neuen Zeitplan für die europäischen Fahrzeug- und Komponentenwerke festlegen.

Der Autobauer VW hat unterdessen den Fertigungsstopp in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise gerade erst um vier weitere Tage bis zum 9. April verlängert. Seit einer Woche stehen die Bänder bereits still. Die Tochter Skoda verlängert die vorübergehende Schließung ihrer Standorte in Tschechien bis 14. April.

VW: Aktuell keine Liquiditätshilfen nötig

Das mit Abstand wichtigste Vorhaben bei VW in diesem Jahr ist der Start des E-Autos ID.3, der sich schon wegen der Software-Ausstattung verzögert hatte. «An den kritischen Fahrzeugprojekten arbeiten wir natürlich weiter», betonte Diess. Er gab sich optimistisch, dass der Wagen wie geplant im Sommer auf die Straße kommen könne.

VW-Finanzchef Witter sagte der «Börsen-Zeitung», dass das Unternehmen aktuell keinen Bedarf an staatlichen Liquiditätshilfen sehe: «Aus heutiger Sicht schließe ich das aus.» Beteiligungsverkäufe seien kein Thema, nicht unbedingt nötige Ausgaben würden jedoch geprüft. «Der Einzahlungsstrom hat sich im Zuge der fehlenden Fahrzeugverkäufe stark verengt, daher müssen wir auch den Auszahlungsstrom auf das begrenzen, was aktuell wirklich wichtig ist.» In der «Braunschweiger Zeitung» sprach Witter von einer «ernsten Krisensituation», die momentan aber unter Kontrolle sei. Über die eigenen Mittel hinaus bestehe für VW Zugriff auf Kreditlinien von über 20 Milliarden Euro. (dpa)

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