Daimler im Juni mit Rückgang beim Absatz

Der Mercedes G 500. Optisch hat sich die G-Klasse nur marginal verändert. © Daimler

Weiterer Dämpfer für den erfolgsverwöhnten Autobauer Daimler: Im Juni ging der Absatz der Stuttgarter zurück.

Zuletzt waren die Verkaufszahlen zumeist deutlich gestiegen. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge der Premiummarke des Stuttgarter Konzerns fiel um 2,6 Prozent auf knapp 20.0000, wie Daimler am Freitag in Stuttgart mitteilte.


Schuld daran war nach Konzernangaben unter anderem ein Brand bei einem Zulieferer in den USA. «Dadurch konnten deutlich weniger SUVs im Mercedes-Benz-Werk in Tuscaloosa für den Weltmarkt produziert und abgesetzt werden», hieß es in der Mitteilung. Besonders schlecht lief das Geschäft in Deutschland – hierzulande sank der Mercedes-Benz-Absatz um 12,2 Prozent auf 25.632 Stück.

Daimler in China weiter erfolgreich

Auch in anderen Ländern ging es zum Teil deutlich nach unten. Angezogen hat dagegen der Absatz in China. Dort wurden im Juni fast 57 000 Mercedes-Benz und damit knapp 14 Prozent mehr als vor einem Jahr verkauft. Daimlerhatte die vergangenen Jahre beim Absatz auf einer Erfolgswelle geschwommen und ließ so die beiden Erzrivalen BMW und Audi, die in den kommenden Tagen ihre Absatzdaten vorlegen, hinter sich.

Trotz des Rückschlags im Juni steht in den ersten sechs Monaten noch ein Absatzplus in den Büchern. Bis Ende Juni zog die Zahl der verkauften Mercedes-Benz um 3,9 Prozent auf 1,19 Millionen Stück an. Abseits der immer noch guten Absatzdaten verdunkelten sich die Wolken zuletzt über Daimler.

So musste der Konzern erst vor zwei Wochen wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA, neuer Vorschriften bei Abgas- und Verbrauchstests und dem Rückruf von Dieselfahrzeugen wegen unzulässiger Abgastechniken senken. Nach Informationen des «Handelsblatt» (Freitagausgabe) läuft der Rückruf zudem schwierig. Die Sache könne sich bis 2019 hinziehen. (dpa)

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