Magna profitiert vom Boom bei Elektromobilität

Magna profitiert vom Boom bei Elektromobilität
Der Fisker Ocean soll 2022 kommen. © Fisker

Das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 ist auch an dem Zulieferer Magna Steyr nicht spurlos vorbeigegangen. „Das Produktionsvolumen von 2019 haben wir aufgrund der Werksschließungen während des Lockdowns nicht erreicht“, sagte Magna-Steyr-Chef Frank Klein am Dienstag vor Journalisten.

„Wir hatten in dieser Zeit Produktionsunterbrechung zwischen vier und neun Wochen“, fügte Klein hinzu. Das habe auch Auswirkungen auf den Umsatz im vergangenen Jahr gehabt. Genaue Zahlen nannte Klein indes nicht.


Trotz dieser Rückgänge zeigte sich der Chef von Magna Steyr mit dem zurückliegenden Jahr zufrieden. Das habe auch daran gelegen, dass man neue Kunden gewinnen konnte wie zuletzt Fisker. Das US-Unternehmen lässt nicht nur das Elektro-SUV Fisker Ocean von dem Zulieferer in Europa fertigen, sondern nutzt auch die Elektrofahrzeug-Architektur von Magna in Kombination mit dem Fisker-Flexible Plattform Adaptive Design. Wie Klein sagte, zeige diese Partnerschaft die große Stärke von Magna nicht nur als Auftragsfertiger, sondern auch als Zulieferer für die Elektromobilität. Der Fisker Ocean soll Ende 2022 auf den Markt kommen.

E-Mobilität zunehmend wichtiger

Der Bereich der Elektromobilität wird für Magna zunehmend wichtiger, wie Klein betonte. So entfallen bereits heute „40 bis 50 Prozent aller Entwicklungsarbeiten auf Projekte bei der Elektromobilität“. Und diese Tendenz ist steigend, führte Klein aus. Er verwies darauf, dass bis zum Jahr 2030 bereits mit einem Absatz-Anteil von 15 bis 20 Prozent an Elektroautos zu rechnen sei. Davon werde auch Magna profitieren. In Deutschland erwartet die Bundesregierung bis 2030 beispielsweise sieben bis zehn Millionen E-Autos.

Magna-Steyr-Chef Frank Klein. Foto: Magna

Wie Klein sagte, seien die verschärften Klimaziele der EU ohne Elektro- und Wasserstoffautos nicht erreichbar. „Die Zukunft des Autos ist elektrisch“, so Klein. Im Dezember hatte die EU seine verschärften Klimaziele auf den Weg gebracht, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent vorsehen. Entsprechend sinken auch die von den Herstellern zu erfüllenden CO2-Grenzwerte. In der Folge müssen die Hersteller verstärkt E-Autos auf den Markt bringen, um die Flottengrenzwerte zu erreichen. Werden sie verfehlt, drohen Strafzahlungen. Bereits in diesem Jahr müssen sie einen Grenzwert von 95 g/km erfüllen.

Transformation unterstützen

Dass mit diesen Klimazielen das Ende des Verbrenners naht, sieht Klein dabei nicht als Gefahr. Vielmehr ist es Teil des Transformationsprozess, in dem sich die Autobranche derzeit befindet. Dieser Prozess sollte dann auch von der Politik gefördert werden.

Dabei verweist Klein nicht nur auf die Kaufprämie von Elektroautos, sondern auch auf eine finanzielle Unterstützung der Hersteller und Zulieferer. In Deutschland fördert die Regierung Hersteller und Zulieferer in der Corona-Krise mit einem milliardenschweren Hilfsfonds.

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