Foxconn kooperiert mit Elektroautobauer Byton

Foxconn kooperiert mit Elektroautobauer Byton
Der Byton M-Byte ist das erste E-Auto des chinesischen Start-ups. © Byton

Die Zukunft von Byton sieht wieder etwas besser aus. Der Auftragsfertiger Foxconn will dem Elektroautobauer beim Aufbau der Produktion unterstützen.

Das gaben beide Firmen am Montagabend bekannt. Der vor allem als Hersteller diverser Apple-Geräte bekannte Auftragsfertiger Foxconn stößt damit ins Autogeschäft vor. Der Elektronik-Spezialist aus Taiwan will die chinesische Elektroauto-Firma Byton beim Aufbau der Produktion des ersten Serienfahrzeugs unterstützen, wie die Unternehmen am Montag mitteilten.


Byton wollte bereits im vergangenen Jahr die Fertigung in China aufnehmen, in der Corona-Pandemie wurden die Pläne jedoch auf Eis gelegt. Nun werde ein Start der Produktion bis zum ersten Quartal 2022 angepeilt, hieß es.

Gründer verließen Byton

Byton war von ehemaligen BMW-Managern gegründet worden und kooperiert unter anderem mit dem chinesischen Autokonzern FAW. In den zurückliegenden Monaten war Byton aus den Negativschlagzeilen nicht herausgekommen: Nachdem zunächst Gründer Carsten Breitfeld das Unternehmen verlassen hatten, verließen auch aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten immer mehr Mitarbeiter Byton, zuletzt schied auch der bisherige CEO-Daniel Kirchert aus.

Das erste Modell der Firma, der SUV M-Byte, sorgte für Aufsehen unter anderem mit einem riesigen Display praktisch von Tür zu Tür im Cockpit. Ein serienreifes Modell wurde 2019 auf der Automobilausstellung IAA in Frankfurt mit dem M-Byte vorgestellt und sollte nach damaligen Ankündigungen 2021 auch in Europa auf den Markt kommen.

Bau in Nanjing

Daniel Kirchert im Byton M-Byte. Kirchert hat das Unternehmen mittlerweile verlassen- Foto: Mertens

Foxconn wolle «industrielle Ressourcen und seine Expertise in fortschrittlicher Fertigungstechnologie» einbringen, teilten die Unternehmen mit. Foxconn hatte vor einem Jahr bereits eine Kooperation mit dem Autokonzern Fiat Chrysler für den chinesischen Markt bekanntgegeben. Doch der Status dieses Projekts ist unklar.

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Byton, um die Produktion des M-Byte zu unterstützen. Damit tragen wir zum weiteren Wachstum der Elektro-Vehicle-Industrie und der Transformation der Automobilbranche bei“, sagte Young Liu, der Vorsitzende der Foxconn Technology Group. Ding Qingfen, der CO-CEO von Byton, zeigte sich von der Zusammenarbeit mit Foxconn begeistert und sieht darin einen „wichtigen ersten Schritt in unserer Restrukturierungsphase“.

Gebaut wird der M-Byte in der Fabrik im chinesischen Nanjing, wo bereits in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres die ersten Vorserienfahrzeuge vom Band liefen. (FM/dpa)

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