Daimler produziert kompaktes Elektroauto in Hambach

Daimler-Chef Dieter Zetsche (l.) und der französische Präsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast in Paris. © Daimler

Daimler baut für eine halbe Milliarde Euro in seinem Smart-Werk im französischen Hambach die Produktion für eines der geplanten Elektroautos der neuen Marke EQ auf. Das Werk solle künftig einen elektrischen Kompaktwagen fertigen.

Das Werk soll zudem Teil des entsprechenden Produktionsverbundes werden, teilte Daimler am Freitag mit. Erstmals würden damit auch Autos von Mercedes-Benz in Frankreich gebaut, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche nach einem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron.


„Mit dem kompakten EQ-Modell aus Hambach setzen wir unsere Elektro-Offensive fort“, sagte Zetsche weiter. Bisher bauen die gut 800 Beschäftigten in Hambach ausschließlich Kleinwagen der Marke Smart – darunter sind den Angaben zufolge aber auch zwei komplett elektrische Modelle. Allerdings wird Smart ab 2020 die Marke komplett elektrifizieren und dann keine Verbrennungsmotoren mehr anbieten.

Daimler bringt zehn E-Autos bis 2022

Vor diesem Hintergrund hatte Smart-Chefin Annette Winkler im Interview mit der Autogazette bereits im März gesagt, dass man zur Auslastung des Werkes für den Fall der Fälle dafür Sorge getroffen habe, auch andere Konzernprodukte wie Vorserienmodelle zu produzieren.

Wie Winkler am Freitag sagte, zahle es sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun aus, „dass sie bereits vor zwei Jahren mit dem Pacte 2020 zu einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hambach beigetragen haben“. Der im Jahr 2016 mit der Belegschaft vereinbarte „Pacte 2020“ beinhaltet die Erhöhung der Arbeitszeit von 35 auf 39 Stunden und eine Gehaltsanpassung.

Bis 2022 will Daimler mindestens zehn reine Elektroautos unter der Marke EQ auf den Markt bringen. Die 500 Millionen Euro für Hambach werden in das Werk sowie in die Entwicklung des dort zu bauenden Fahrzeugs gesteckt. Der erste EQ wird ein SUV sein, der ab 2019 in Bremen und später auch in Peking gebaut werden soll. (AG/dpa)

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