Daimler steigert Absatz im ersten Halbjahr deutlich

Probleme mit Halbleitern

Daimler steigert Absatz im ersten Halbjahr deutlich
Auch für lange Autobahntouren eignet sich der Mercedes EQA. © Daimler

Die Halbleiter-Problematik bereitet auch Daimler nach wie vor Probleme. Dennoch konnte der Autobauer im ersten Halbjahr deutlich beim Absatz zulegen.

So konnte die Kernmarke Mercedes-Benz in den ersten sechs Monaten des Jahres seinen Absatz mit 1,16 Millionen Fahrzeugen um 24,3 Prozent steigern, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte.


Die Steigerung fällt auch deshalb so stark aus, weil im Vorjahr auch der Lockdown wegen der Corona-Pandemie zu einem deutlichen Absatzeinbruch geführt hatte.

Starkes Wachstum von Smart

Ein starkes Wachstum, wenngleich bei geringen Stückzahlen, konnte Smart verbuchen. Die elektrische Kleinwagenmarke setzte im ersten Halbjahr 20.253 Fahrzeuge ab, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im zweiten Quartal konnte Smart 10.524 Fahrzeuge (+148,3 Prozent) an Kunden ausliefern.

„Die große Kundennachfrage nach Fahrzeugen von Mercedes-Benz hat unseren zweistelligen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2021 beschleunigt. Unsere Auftragseingänge sind auf hohem Niveau und werden weiter gestützt durch die Beliebtheit der neuen S-Klasse, den xEVs und dem Verkaufsstart der neuen C-Klasse in vielen Märkten“, sagte Vertriebsvorstand Britta Seeger.

China bleibt wichtigster Markt

Nach wie vor wichtigster Markt für die Kernmarke bleibt China: hier konnte Mercedes-Benz 441.579 Fahrzeuge absetzen, ein Plus von fast 28 Prozent. So viele Autos konnte Mercedes noch nie zuvor in China absetzen. In Europa lag das Wachstum von Januar bis Juni mit fast 384.000 Fahrzeugen bei 22,4 Prozent, in den USA wurden fast 161.000 Fahrzeuge (+26,3 Prozent) an die Kunden ausgeliefert.

Eine starke Nachfrage verzeichnet Mercedes bei seinen elektrifizierten Modellen. So hat sich der Absatz von Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Pkw mit rund 121.500 Einheiten, das ist ein Zuwachs von 305,0 Prozent. Im ersten Halbjahr wurden rund 39.000 vollelektrische Fahrzeuge ausgeliefert (+291,4 Prozent), davon entfielen mehr als 19.000 Einheiten (+ 469,4 Prozent) auf die Modelle EQA, EQC und EQV.

Mit Blick auf die Lieferengpässe bei den Halbleitern erwartet Mercedes, dass sich diese auch in der zweiten Jahreshälfte negativ auf den Absatz auswirken wird.

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