Porsche stellt Cayenne Hybrid vor

Der Cayenne Hybrid feiert Deutschlandpremiere © Foto: Porsche

Porsche wird voraussichtlich 2009 einen hybridangetriebenen Cayenne auf den Markt bringen. Der Geländewagen soll dann nur noch 8,9 Liter verbrauchen.

Der Sportwagenbauer Porsche reagiert auf die Klimadiskussion. Der großvolumige sportliche Geländewagen Cayenne wird zum Ende des Jahrzehnts mit einem sparsamen Hybrid- Antrieb angeboten. Zum Einsatz kommen wird dabei ein so genannter Parallel-Full-Hybrid. Dieses System soll im Vergleich mit anderen Hybrid-Konzepten vor allem bei Überland- und Autobahnfahrten höhere Verbrauchseinsparungen ermöglichen.

«8,9 Liter Verbrauch»

Der Leiter der Hybrid-Entwicklung, Michael Leiters, sagte am Montag im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach, auch eine starke Marke wie Porsche müsse Antriebslösungen mit niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten anbieten. Sonst beginne die soziale Akzeptanz von Porsche zu bröckeln.

Bereits heute kommt ein so angetriebener Cayenne laut Porsche auf einen Durchschnittsverbrauch von 9,8 Litern - das Ziel zur Serieneinführung liegt bei 8,9 Litern. Zum Vergleich: Ein aktueller Cayenne mit 213 kW/290 PS starkem Benzinmotor wird mit einem Verbrauch von durchschnittlich 12,9 Litern angegeben, beim Cayenne Turbo mit 368 kW/500 PS sind es 14,9 Liter.

Porsche entwickelt seinen Hybrid zusammen mit VW und Audi. Die Kombination aus den drei Hauptkomponenten Benzin-Motor, Elektro- Antrieb und Batterie soll auch im viertürigen Sportcoupé Panamera angeboten werden, dass 2009 auf den Markt. Außerdem befasse man sich bei Porsche für andere Modelle auch mit dem Thema Start-Stopp- Technik, die ebenfalls den Treibstoffverbrauch deutlich senken kann. Im Hybrid-Cayenne werde der Elektromotor 54 PS leisten (plus 280-PS- Benziner) und einen reinen Elektro-Betrieb bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h erlauben. Der CO2-Ausstoß werde etwa bei 216 Gramm pro Kilometer liegen. Die beiden anderen deutschen Premium- Autobauer BMW und Mercedes-Benz entwickeln derzeit zusammen mit dem US-Konzern General Motors Hybrid-Antriebe. (dpa)