Fliegendes Auto ist Realität

Kleinwagen Terrafugia

Fliegendes Auto ist Realität
Kleinwagen Terrafugia © Terrafugia

So etwas kennt man bislang nur aus James Bond-Filmen. Doch nun wird es Realität: ein fliegendes Auto.

Das fliegende Auto wird Realität. Der beflügelte Kleinwagen Terrafugia Transition darf nun in den USA in Produktion gehen. Da er alle rechtlichen Definitionen sprengt, war eine Ausnahmegenehmigung der Luftfahrtbehörde nötig.

Dank faltbarer Flügel und vier Rädern kann das ungewöhnliche Flugobjekt im Straßenverkehr genutzt werden. Mit rund zwei Metern Höhe, zwei Metern Breite und knapp sechs Metern Länge ist es im Auto-Modus nicht viel größer als ein typisches Ami-SUV. Bis zu 48 km/h schnell darf der Pilot auf dem Weg zum Rollfeld fahren. Für den Antrieb der Räder an der Vorderachse sorgt dabei ein rund 100 PS starker Flugzeugmotor.

Rollbahn von 520 Meter nötig

Ist eine geeignete Rollbahn von mindestens 520 Metern Länge gefunden, werden per Elektromotor die Flügel ausgeklappt - dann kann es losgehen. In Bewegung gesetzt wird der Transition über einen ausfahrbaren Heckpropeller.Mit ihm sind immerhin 100 Knoten möglich, gut 185 km/h. Die Nutzlast beträgt 200 Kilogramm, was für zwei Insassen und ein wenig Gepäck reicht. Maximal können in der Luft 740 Kilometer zurückgelegt werden.

Von der Größe her ist der Transition in den USA nach Definition der Luftfahrtbehörde FAA ein sogenanntes "light sport aircraft". Da die Zulassung als Auto jedoch spezielle Sicherheitsausstattungen wie Airbags und einen Überrollkäfig verlangt, konnten die Entwickler das Gewichtslimit nicht halten. Mit rund 600 Kilogramm ist das fliegende Auto knapp 55 Kilo zu schwer. Dank einer Sondergenehmigung ist der Bau jedoch möglich.

Fliegender Kleinwagen Terrafugia
Kleinwagen Terrafugia Terrafugia
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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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