VW reicht Rückrufplan in den USA ein

Frist gerade so eingehalten

VW reicht Rückrufplan in den USA ein
Ab Januar 2016 werden die TDI von VW umgerüstet. © dpa

Auf den letzten Drücker hat Volkswagen einen Rückrufplan für die knapp 500.000 manipulierten Fahrzeuge eingereicht. Die Aktion selbst wird wohl mehrere Jahre dauern.

VW hat in den USA einen Rückrufplan für die rund 480.000 von der Affäre um manipulierte Messwerte bei Emissionstests betroffenen Fahrzeuge der Modelljahre 2009 bis 2015 mit 2,0-Liter-Motoren vorgelegt. Dies teilten EPA und CARB in der Nacht auf Samstag mit. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Drei Wochen wird der Plan geprüft

Die Aufseher haben nun bis zu 20 Geschäftstage Zeit, die Vorschläge zu prüfen. Sie hatten den Wolfsburgern eine Frist bis Mitternacht (Ortszeit) gesetzt. VW hat zum Zeitplan des Rückrufs bislang nur vage Angaben gemacht. VW-USA-Chef Michael Horn hatte bei einer Kongressanhörung am 8. Oktober gesagt, es werde wohl mehrere Jahre dauern, bis die komplizierte Aktion abgeschlossen sei. VW teilte mit, weiterhin voll und ganz mit den Behörden zu kooperieren.

Obwohl das ganze Ausmaß noch nicht abzusehen ist, kommt Volkswagen der Abgas-Skandal bereits teuer zu stehen. Angesichts der immensen Kosten muss der Konzern seine Investitionen kürzen - wenngleich VW-Chef Matthias Müller am Freitag klarmachte, dass vorerst keine massiven Einschnitte geplant seien. (dpa)

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