Schweizer VW- und Audi-Händler unter Verdacht

Rabatt-Absprachen

Der Audi A3 1.8 TFSI ist für den Alltag zu sportlich ausgefallen.
Audi legt auch im Mai beim Absatz wieder zu. © Audi

VW- und Audi-Händler in der Schweiz stehen unter dem Verdacht, Rabatte abgesprochen zu haben. Ob das tatsächlich Auswirkungen auf den Preis hatte, ist indes noch unklar.

Die Schweizer Wettbewerbshüter nehmen Vertragshändler von VW und Audi wegen möglicher Rabatt-Absprachen ins Visier. Die Händler und Betriebsgruppen, die alle Autos der Marken VW, Audi, Skoda und Seat verkaufen, sollen untereinander festgelegt haben, welche Nachlässe sie ihren Kunden auf den vom Importeur empfohlenen Verkaufspreis gewähren. Auslöser der Untersuchung war die Selbstanzeige eines Händlers, wie die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) am Donnerstag mitteilte.

Schnelle Untersuchung erwartet

Ob sich die Absprachen tatsächlich auf die Preise auswirkten, ist unklar. Getroffen wurden die Absprachen offenbar bei regionalen Veranstaltungen des Händlerverbands. Die Schweizer Auto-Handelsgruppe Amag hat die Absprachen der Weko nach eigenen Angaben gemeldet, sobald diese auf Konzernebene bekannt geworden sei. Deren Untersuchung richtet sich nun gegen "Schweizer Konzessionäre von Marken der Volkswagen-Gruppe".

Die Amag und der Händlerverband VPVW haben der Schweizer Wettbewerbskommission ihre Zusammenarbeit zugesichert. Die Behörde erwartet, dass die Untersuchung schneller von Statten geht als üblich. (dpa)