Absatzkrise: Volvo denkt über Stellenstreichungen nach

Ziele verfehlt

Volvo-Chef Hakan Samuelsson
Volvo-Chef Hakan Samuelsson © dpa

Der Autobauer Volvo stellt sich angesichts der anhaltenden Absatzkrise auf Stellenstreichungen ein. In diesem Jahr wird die Traditionsmarke wohl nur 420.000 Autos absetzen. Geplant waren 475.000 Fahrzeuge.

Die Absatzkrise könnte beim schwedischen Autobauer Volvo im kommenden Jahr zu Stellenstreichungen führen. Sollte sich der Automarkt im kommenden Jahr nicht erholen, sei ein solcher Schritt nicht zu vermeiden. «Wenn der Verkauf weiter fällt, haben wir unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Es gibt keine befristet angestellten Mitarbeiter mehr», sagte Volvo-Chef Håkan Samuelsson am Dienstag der Zeitung Svenska Dagbladet.

Die Traditionsmarke wird in diesem Jahr voraussichtlich weltweit nur 420.000 statt der ursprünglich geplanten 475.000 Autos absetzen.

Nachfolger von Jacoby

Samuelsson hatte im Oktober den Deutschen Stefan Jacoby an der Spitze des zum chinesischen Geely-Konzern gehörenden Unternehmens abgelöst. Jacoby, der vor seinem Amtsantritt bei Volvo US-Chef von VW war, hatte wegen Erfolgslosigkeit seinen Job an Samuelsson abgeben müssen.

Auf dem chinesischen Markt, der als Hoffnungsträger für Volvo gilt, konnten die Schweden bisher nicht durchstarten, mussten vielmehr einen Absatzrückgang von neun Prozent hinnehmen. (AG)