Satte Rabatte kurbeln US-Autoverkäufe an

Stärkster Zuwachs seit September 2010

Satte Rabatte kurbeln US-Autoverkäufe an
VW kommt in den USA nicht vom Fleck. © VW

Die US-Amerikaner sind im Autokaufrausch, seitdem sich die Wirtschaft zunehmend erholt. Amerikanische und japanische Hersteller heizen die gute Stimmung zusätzlich durch satte Rabatte an. Die Deutschen sind da eher knauserig.

Die Autoverkäufe in den USA laufen wie geschmiert. Die Hersteller sind im Februar satte 27 Prozent mehr Autos als im Vorjahresmonat losgeworden, rechnete der Marktforscher Autodata am Dienstag aus. Das ist der stärkste Zuwachs seit September vergangenen Jahres. Insgesamt verließen 993.400 Neuwagen die Höfe der Händler. Vor allem die Privatkunden hätten zugeschlagen, berichteten die beiden Platzhirsche General Motors und Ford.

Toyota gut erholt

GM konnte den Absatz weit überdurchschnittlich um 46 Prozent auf 207.000 Wagen hochschrauben. Das gelang dem Unternehmen nach Einschätzung der Experten des Autoportals Edmunds.com aber nur durch hohe Abschläge beim Preis. Demnach schraubte GM die Rabatte von im Schnitt 3519 auf 3849 Dollar pro Auto hoch. Der US-Verkaufschef des Herstellers, Don Johnson, sprach etwas blumiger von gezieltem Marketing.

Weltmarktführer Toyota stockte seine Kaufanreize von 1904 auf 2041 Dollar auf - und erzielte damit einen Zuwachs von 42 Prozent auf 141.800 Wagen. Den Japanern kam bei ihrem Comeback zugute, dass kürzlich die US-Verkehrssicherheitsbehörde herausgefunden hatte, dass die Unfallserie der Jahre 2009 und 2010 vor allem auf Fahrfehler und weniger auf technische Defekte zurückzufahren war. Vor einem Jahr waren bei Toyota die Verkäufe kräftig eingebrochen, nachdem Toyota eine Rückruforgie gestartet hatte.

Warten auf den Passat

Die deutschen Hersteller gewähren traditionell vergleichsweise niedrige Rabatte, am wenigsten Porsche mit schlappen 632 Dollar für seine teuren Sport- und Geländewagen. Dennoch stiegen die Verkäufe der Stuttgarter um 32 Prozent auf mehr als 2000 Wagen. Auch Audi ist eher kniepig und konnte seinen Siegeszug in den USA dennoch fortsetzen mit einem Verkaufsplus von 25 Prozent auf 7800 Wagen.

Die Schwestermarke VW kam nach den Daten des Marktforschers Autodata immerhin auf einen Zuwachs von 19 Prozent auf 21.500 Wagen. Die Wolfsburger wollen gegen Ende des Jahres nochmal richtig aufdrehen, wenn der speziell für die USA entwickelte Passat zum Kampfpreis von 20.000 Dollar (15 000 Euro) auf den Markt kommt.

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