Seat streicht 1600 Stellen

Seat-Chef Erich Schmitt © Foto: Mertens

Der spanische Autobauer Seat wird sich in den nächsten drei Jahren von 1600 Mitarbeitern trennen. Die VW-Tochter hatte im zurückliegenden Jahr ein Defizit von 49 Millionen Euro eingefahren.

Die defizitäre spanische Volkswagen-Tochter Seat hat mit den Gewerkschaften die Streichung von rund 1600 Stellen vereinbart. Der Stellenabbau soll nach Presseberichten vom Mittwoch in einem Zeitraum von drei Jahren durch Vorruhestandsregelungen, freiwillige Kündigungen und Abfindungen erreicht werden. Er betrifft etwa ein Zehntel der Belegschaft des spanischen Autoherstellers.

Verlust von 49 Millionen Euro

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 49 Millionen Euro eingefahren, 21,5 Prozent weniger als 2005. Nun sollen die Kosten weiter gesenkt werden. Im Gegenzug hatte Volkswagen angekündigt, in den kommenden zehn Jahren fünf Milliarden Euro in seine spanische Konzerntochter zu investieren. Der Stellenabbau bei Seat ist der zweite in weniger als zwei Jahren. Ende 2005 waren bereits knapp 700 Jobs gestrichen worden.