Seat gibt Bau eines SUV bekannt

Bilanzpressekonferenz der VW-Tochter

Jürgen Stackmann ist noch bis Ende Oktober Seat-Chef.
Jürgen Stackmann ist noch bis Ende Oktober Seat-Chef. © Seat

Der Autobauer Seat wird im Jahr 2016 erstmals einen SUV auf den Markt bringen. Das gab Vorstandschef Jürgen Stackmann bei der Bilanzpressekonferenz in Barcelona bekannt.

Die spanische VW-Tochter Seat konnte im Vorjahr nicht nur einen neuen Rekordabsatz erzielen, sondern konnte seinen Umsatz auch 6,3 Prozent auf 6,473 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr 2012 steigern. Allerdings musste der Autobauer beim operativen Ergebnis in 2013 mit einem Minus von 217 Millionen Euro einen deutlichen Rückgang zum Vorjahr (-134 Millionen Euro) hinnehmen. Dieser Rückgang sei neben der Absatzkrise in Europa auf höhere Personal- und Umstrukturierungsmaßnahmen sowie die Markteinführung neuer Modelle zurückzuführen gewesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

390.000 Autos im Seat-Werk gebaut

„2013 war ein schwieriges Jahr voller Herausforderungen, aber die Marke Seat hat ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Seat gehört zu den am schnellsten wachsenden Marken in Europa und wir haben im Vergleich zu den letzten Jahren einen Verkaufs- und Produktionsrekord erreicht“, sagte Vorstandschef Jürgen Stackmann.

Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebitda) konnte sich Seat um 73 Prozent auf 221 Millionen verbessern, auch der Cash-flow des laufenden Geschäfts stieg um 70 Prozent auf 358 Millionen Euro. Von den im Vorjahr verkauften 355.000 Einheiten (10,6 Prozent) entfielen allein über 102.000 Auslieferungen (+44,4 Prozent) auf den Leon. Im Seat-Werk im spanischen Martorell wurden mit 390.000 Einheiten so viele Autos produziert wie seit 2007. Bei Seat wird auch der Audi Q3 gefertigt.

Stackmann kündigte in Barcelona zudem an, dass Seat ab dem Jahr 2016 erstmals auch einen SUV anbieten wird. „Der SUV stellt eine wichtige Säule in der Zukunftsstrategie des Unternehmens dar und ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg hin zu nachhaltiger Profitabilität", sagte Stackmann. Die Entscheidung für einen SUV sei auch ein Bekenntnis des Mutterkonzerns VW zur Marke Seat. Aufgrund der Entscheidung für einen solchen Geländewagen sieht sich Seat in der Lage, seinen momentanen Wachstumskurs auch zukünftig fortzusetzen. Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, soll er sich die technische Basis mit dem neuen VW Tiguan teilen. Entwickelt werden wird der neue SUV im Technik-Zentrum in Martorell. Es wird zugleich das erste Seat-Modell sein, dass unter der Verantwortung von Stackmann entsteht. Der Manager hat erst im Vorjahr seinen Job bei Seat angetreten. (AG/FM)