Porsche macht sich „Fit für die Zukunft“

Über eine Milliarde Euro Investition

Porsche macht sich „Fit für die Zukunft“
VW-Chef Matthias Müller steht vor keiner leichten Zeit. © dpa

Porsche stellt sich für die nächsten Jahre auf. Neben Investitionen in die Standorte können sich auch die Mitarbeiter freuen.

Porsche will mit einer ab 1. August in Kraft tretenden neuen Vereinbarung mit dem Titel „Fit für die Zukunft“ die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Die VW-Tochter investiert bis 2020 mehr 1,1 Milliarden Euro in die Standorte Zuffenhausen, Ludwigsburg und Weissach, um die Produktivität und Effizienz zu steigern. „Wie alle Automobilhersteller steht auch Porsche vor großen Herausforderungen – eine volatile Wirtschaftslage, strenge CO2-Anforderungen, neue Antriebstechnologien und die fortschreitende Digitalisierung“, sagt Porsche-Chef Matthias Müller, „diese binden Kapazitäten und erfordern große Investitionen. Deshalb prüfen und optimieren wir alle Prozesse und Abläufe im Unternehmen und stellen rechtzeitig die richtigen Weichen.“

Hück fordert neues Porsche-Modell

So wird in Zuffenhausen ein neues Motorenwerk sowie ein neuer Karosseriebau installiert und die Montagelinie erweitert, wie der Sportwagenhersteller mittelte. Somit werden ab August 2016 neben dem 911 und dem Boxster auch die Cayman-Modelle vom Band laufen.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück kündigt dabei ein weiteres Modell an. „Fit für die Zukunft ist super! Aber wir müssen noch einige Schritte weiter gehen. Wir brauchen für unsere Zukunft weiter ein enormes Wachstum an den Standorten und in der Region. Das geht nur mit einer weiteren Baureihe, die in Weissach entwickelt und in Zuffenhausen gebaut werden muss.“

Porsche schließt Kündigungen bis 2020 aus

Sollte der Aufsichtsrat ein solches Projekt beschließen, was nach der Ankündigung des Betriebsratsvorsitzenden wohl nicht auszuschließen ist, sollte laut Hück auch „eine Zeitenwende im Denken“ eingeleitet werden. „Dann machen wir aus der Idee auch einen Erfolg. Deshalb arbeiten wir schon an einem Papier, das diese Zeitenwende beschreibt. Im Herbst werden wir es dem Vorstand vorlegen.“

Zugleich mit den angekündigten Investitionen haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite darauf geeinigt, betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 auszuschließen. „Das Gesamtpaket stimmt. Wir haben etwas Großartiges ausgehandelt, viele unserer Interessen durchgesetzt und mit Investitionen die Standorte und damit die Beschäftigung für die nächsten Jahre abgesichert“, so Hück weiter. Auch die Zahl der jährlich 150 Ausbildungsplätze bleibt bestehen. Zudem werden neue Arbeitszeitmodelle sowie eine neue Altersteilzeitregelung eingeführt. (AG)

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