Polestar Precept: Nachhaltig in die Zukunft

Polestar stellt mit dem Precept in Genf ein neues Konzeptauto vor. © Polestar

Mit dem Konzeptcar Precept zeigt Polestar auf dem Genfer Autosalon, wie man sich die Zukunft der Marke vorstellt. Nachhaltigkeit steht dabei im Fokus.

Die an diesem Dienstag vorgestellte Studie will dabei aufzeigen, wie wie eine künftige viertürige Reiselimousine der Volvo-Tochter aussehen könnte. Der lang gestreckte Tourer soll dank eines Radstands von 3,10 Metern viel Raum für die Passagiere und außerdem Platz für einen großen, langstreckentauglichen Akku bieten.


Ungewöhnliches Design-Detail: ein großes Heckfenster, das sich bis über die Köpfe der Fondpassagiere zieht.

Verwendung nachhaltiger Materialien

Im Innenraum des viersitzigen Precept finden sich Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und recyceltem Kunststoff. So wurden etwa die Sitzflächen aus PET-Flaschen gefertigt, während für die Polster Korkvinyl verwendet wurde. Die aus Flachs hergestellten Verbundwerkstoffe für Innenverkleidungen und Rückenlehnen sollen laut Polestar gegenüber herkömmlichen Materialien erhebliche Gewichtseinsparungen von bis zu 50 Prozent bieten. Der Verschnitt der verwendeten Kunststoffe soll sich sogar um 80 Prozent reduzieren.

Die Sitzflächen werden aus recycelten PET-Flaschen im 3D Verfahren gestrickt, die Polster und Kopfstützen aus recyceltem Korkvinyl, während die Teppiche aus recycelten Fischernetzen hergestellt werden. Diese Elemente, kombiniert mit digitaler Avantgarde, definieren einen neuen Premium-Luxus, der die bisherigen Konventionen von Leder, Holz und Chrom übertrifft. Künftig sollen nachhaltige Stoffe verstärkt in die Serienmodelle der Marke einfließen.

Interface auf Android-Basis

Nachhaltigkeit steht beim Polestar Precept im Vordergrund. Foto: Polestar

Noch ein wenig konkreter dürfte die neue Infotainment-Technik sein, die Polestar an Bord der Studie vorstellt. Das Interface auf Android-Basis setzt für die Bedienung unter anderem auf „Eye Tracking“ – das Verfolgen der Augenbewegung. Das Infotainmentsystem ist in enger Zusammenarbeit mit Google entstanden, wobei ein 15 Zoll großer Touchscreen in der Mittelkonsole von einem 12,5 Zoll großem Fahrdisplay ergänzt wird. Eingefasst sind beide Displays in einen beleuchteten Rahmen, der den gesamten Innenraum umfasst.

Zum Antrieb der Studie machen die Schweden keine Angaben. Wie in den beiden Serienautos, dem Plug-in-Coupé Polestar 1 und der rein elektrisch angetriebenen Fließhecklimousine Polestar 2 sowie dem bereits angekündigten SUV Polestar 3, würde auch ein Serienmodell des Precept ein E-Auto sein. (AG/SP-X)