Machnig fordert faire Bedingungen für Opel

Entwarnung für Werk Eisenach

Matthias Machnig (l.) und Opel-Eisenach-Geschäftsführer Fesser. © dpa

Thüringens Wirtschaftsminister Machnig sieht keine Gefahr für das Opel-Werk in Eisenach. Der Politiker sprach sich zudem dafür aus, dass dem Autobauer von GM Zugang zu wichtigen Exportmärkten gegeben werde.

Trotz der anhaltenden Probleme von Opel sieht Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) das Werk in Eisenach in keiner Weise gefährdet. In der Opel-Eisenach GmbH werde in ein neues Kleinwagenmodell investiert. Das Werk sei noch immer das produktivste im Opel-Verbund und mit dem zweiten Kleinwagen neben dem Corsa auf einem guten Weg, sagte Machnig am Freitag in Erfurt. Für Eisenach gebe es "Entwarnung".

Im vergangenen Jahr fuhr der US-Mutterkonzern General Motors (GM) mit seinem Europageschäft - das in erster Linie aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht - einen operativen Verlust von 747 Millionen Dollar (575 Mio Euro) ein. Konzernchef Dan Akerson signalisierte, dass es weitere Einschnitte in Europa geben könnte.

Opel wichtige Märkte öffnen

Machnig schloss sich der Forderung unter anderem des Eisenacher Betriebsratschefs Harald Lieske an, dass General Motors seiner Tochter Opel den Zugang zu wichtigen Exportmärkten beispielsweise in China oder Südamerika eröffnen solle. "Wir brauchen faire Bedingungen für Opel", sagte der Minister.

Betriebsratschef Lieske hatte am Donnerstag erklärt, "es gibt kein Auslastungs- und Beschäftigungsprobleme in Eisenach". Das Werk in Eisenach, das mit rund 1600 Beschäftigten zu den großen Industriearbeitgebern in Thüringern gehört, liege bei der Vorbereitung des neuen Kleinwagenmodells "Junior" gut im Zeitplan. Die ersten Tests auf der neuen Produktionslinie würden im April und Mai laufen. Die Anlagen sollen dabei erprobt und die Mitarbeiter trainiert werden.

Der Junior solle ab Januar 2013 in Serie produziert werden, bekräftigte Lieske. Ein neuer Corsa sei für 2014 geplant. Opel investiert im Zusammenhang mit dem Junior rund 190 Millionen Euro in das Eisenacher Werk, in dem bisher ausschließlich der Corsa gebaut wird.

Im vergangenen Jahr war das Thüringer Werk nicht ausgelastet. Es ist auf eine Jahreskapazität von bis zu 180.000 Autos ausgelegt, produziert wurden aber nur etwa 140.000 Corsa. Auch in diesem Jahr sei keine volle Auslastung der Corsa-Produktion zu erwarten, sagte der Betriebsrat der Opel Eisenach GmbH. "Aber der Anlauf des Juniors braucht Zeit." Dadurch könne dieses Jahr in Eisenach überbrückt werden. (dpa)