Daimler legt Einspruch gegen Kältemittel-Umrüstung ein

Umrüstung von 134.000 Fahrzeugen

Der Kältemittelstreit geht in die nächste Runde
Der Kältemittelstreit geht in die nächste Runde © Daimler

Der Kältemittelstreit von Klimaanlagen geht in die nächste Runde. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat für 134.000 Fahrzeuge von Mercedes den Austausch der Kältemittel angeordnet, Daimler legt Widerspruch ein.

Der Streit um den Einsatz von bestimmten Kältemitteln in Klimaanlagen von Autos geht auf eine neue Etappe. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat Daimler angewiesen, das mittlerweile verbotene Kältemittel „R1234a“ in rund 134.000 Modellen durch das neue R1234yf zu ersetzen.

„Wir haben den Autohersteller aufgefordert, Maßnahmen zur Herstellung der Konformität einzuleiten“, sagt KBA-Pressesprecher Stephan Immen der Autogazette. Daimler weigert sich, das R1234yf in Klimaanlagen zu verbauen, da bei einem Test im Herbst 2012 eine B-Klasse Feuer fing und Daimler zu dem Schluss kam, dass die Sicherheit der Insassen nicht gegeben sei.

Daimler setzt auf CO2

Eine Deadline hat die Behörde aus Flensburg den Stuttgartern nicht gestellt. „Wir beobachten aber natürlich die Entwicklung“, so Immen weiter. Wie lange das KBA beobachten wird, hat der Sprecher aber nicht gesagt.

Daimler hat am Donnerstag Abend sein Veto eingelegt. „Das KBA hat uns aufgefordert, eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugen entsprechend nachzurüsten. Gegen diese Aufforderung haben wir Widerspruch eingelegt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir Ihnen zu diesem laufenden Vorgang derzeit keine weiteren Details nennen können", so der Autobauer.

Zuvor hatte Daimler bestätigt, dass er sich in Gesprächen mit den Behörden befände, wie ein Sprecher der Autogazette sagte. Ein Einsatz des EU-konformen Kältemittels lehnt Daimler aber weiterhin ab. Die Stuttgarter setzen dafür auf CO2 als Kältemittel für die Klimaanlagen. „Die Klimaanlagen der S-Klasse arbeiten bereits mit CO2, für die E-Klasse gibt es CO2-Klimaanlagen als Sonderausstattung Thermotronic.“

Es ist eine Frage der Zeit, wann CO2 gemäß der so genannten Top-Down-Strategie auch in den unteren Klassen Einzug hält. Fraglich ist, ob das KBA so lange warten wird. Bei den 134.000 Modellen, die umgerüstet werden sollen, handelt es sich um die Kompaktbaureihen. (AG/TF)