Gutes zweites Quartal für Daimler

Nach Verkauf von EADS-Anteilen

Gutes zweites Quartal für Daimler
Die Daimler-Zentrale in Stuttgart. © dpa

Daimler hat ein sehr gutes zweites Quartal hingelegt. Allerdings bewahrte der Verkauf der EADS-Anteile vor einem Ergebnisrückgang.

Der endgültige Verkauf der Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat den Autobauer Daimler im zweiten Quartal vor einem Ergebnisrückgang bewahrt. Nach vorläufigen Zahlen standen vor Zinsen und Steuern (Ebit) 5,2 Milliarden Euro in den Büchern, wie der Dax-Konzern in Stuttgart mitteilte.

Umsatz von Daimler wächst leicht

Dabei profitierte Daimler merklich vom Verkauf der milliardenschweren EADS-Anteile - die Schwaben beziffern den positiven Effekt auf 3,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das operative Ergebnis bei rund 2,3 Milliarden Euro gelegen. Ohne EADS wären es aktuell lediglich gut 2,1 Milliarden Euro gewesen. Der Umsatz wuchs leicht auf 29,7 Milliarden Euro, nach 28,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Daimler-Papiere sprangen am Freitag-Nachmittag mit einem Plus von mehr als fünf Prozent an die Dax-Spitze - und waren mit 52 Euro so teuer wie seit zwei Jahren nicht mehr. Am 24. Juli wollen die Schwaben ihre endgültigen Zahlen für das zweite Quartal vorlegen.

Daimler-Autosparte rückläufig

Schon in der Bilanz für 2012 hatte der Verkauf von EADS-Anteilen den Konzern vor einem Gewinnrückgang bewahrt. Künftig kann Daimler daher allerdings nicht mehr auf solche Sondereffekte setzen: Die Schwaben haben Mitte April dieses Jahres alle verbleibenden Anteile an der Airbus-Mutter abgestoßen.

In der wichtigen Autosparte verbuchte Daimler nach den vorläufigen Zahlen mit rund einer Milliarde Euro operativ einen Ergebnisrückgang. Im Vorjahreszeitraum hatten für Mercedes-Benz Cars noch gut 1,3 Milliarden Euro in den Büchern gestanden. Auch bei den Lastwagen und in der Finanzsparte ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern zurück.

Daimler-Busgeschäft deutlich erholt

In den Ergebnissen der einzelnen Geschäftsfelder sind allerdings zum Teil negative Sondereffekte enthalten: Das laufende Umbauprogramm des Autobauers schlug beim Truck-Geschäfts negativ mit 82 Millionen Euro zu Buche, in der Bussparte waren es 20 Millionen Euro. Die Busgeschäft verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal allerdings deutlich: Hier meldete Daimler einen operativen Gewinn von 27 Millionen Euro - nach einem Minus 57 Millionen Euro im Vorjahr.

An der Prognose für das laufende Jahr hält Daimler den Angaben zufolge weiter fest. Zuletzt rechnete der Autobauer beim operativen Ergebnis mit einem Wert unter dem des Vorjahres. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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