Mercedes lädt in den Darkroom

Ausblick auf die neue A-Klasse

Cockpit der neuen A-Klasse von Mercedes.
Das Cockpit der neuen Mercedes A-Klasse mit dem großen Display. © Daimler

Die neue Mercedes A-Klasse wird 2018 auf den Markt kommen. Sie will Benchmarks im Segement setzten. Nun gewährten die Schwaben einen ersten Ausblick.

Nein, allzuviel soll man noch nicht von der neuen A-Klasse erkennen. Schließlich soll die Spannung erhalten bleiben, bis die neue Generation des Kompaktklasse-Modells der Stuttgarter im kommenden Jahr auf den Markt kommen wird.


Deshalb fand der Ausblick auf die neue A-Klasse in einem Darkroom statt. Da steht sie nun in der Dunkelheit, ist zudem abgeklebt, damit man nun auch wirklich nichts von der Linienführung erkennt. Einzig den Innenraum darf man sich anschauen, sich hineinsetzen, um einen Eindruck von den Abmessungen zu bekommen.

A-Klasse mit besserem Raumgefühl

Sie haben, so zeigt es der Blick aufs Datenblatt, zugelegt. So stehen den Passagieren vorn neun Millimeter mehr Schulterraum zur Verfügung, hinten sind es sogar 22 mm. Und auch bei der Ellenbogenbreite hat die A-Klasse zugelegt. 35 mm sind es vorne, 36 mm hinten und bei der Kopffreiheit können sich Großgewachse über einen Zuwachs von sieben beziehungsweise acht Millimetern freuen. Doch das sind die reinen Zahlen – die etwas theoretisch erscheinen.

Beleuchtete Luftdüsen in der A-Klasse von Mercedes
Die Luftdüsen in der neuen Mercedes A-Klasse sind beleuchtet. Foto: Daimler

Man merkt den Zuwachs, wenn man Platz nimmt: So kann man auch mit 1,91 Metern im Fond mehr oder minder kommod sitzen, ohne sich großartig eingeengt zu fühlen und sich ständig die Frage stellen zu müssen, wann man denn endlich das Ziel erreicht. Das Raumgefühl ist anständig – und das trifft auch auf den Kofferraum zu. Er wuchs um 29 Liter an. Heißt auf die Praxis übertragen: statt vier Wasserkästen lassen sich nun sechs transportieren. Dank einer vergrößerten Ladeöffnung soll sich nun auch ein Fahrrad (mit herausgebauten Rädern) in den Kofferraum legen lassen.

Mercedes will Benchmarks setzen

Mercedes, wie immer selbstbewusst, will mit seinem neuen Kompaktklassemodell Benchmarks im Segment setzen und an den Erfolg der drei Vorgängergenerationen anknüpfen. Seitdem 1997 die erste A-Klasse auf den Markt kam und damit ein neues Segment begründete, hat Mercedes von seinen Kompakten (A-, B-, CLA, GLA) weltweit 5.555.555 Millionen Fahrzeuge verkauft, davon allein drei Millionen A-Klasse-Modelle. Zwischen der A-Klasse des Jahres 1997 und der des Jahres 2017 liegen 20 Jahre. Es sind Jahre, in denen die A-Klasse der ersten Generation nicht nur durch den Elch-Test auf sich aufmerksam machte, sondern in der Folge auch über seine Sicherheitsfeatures. Ihr ist es zu verdanken, dass das ESP entwickelt wurde und das Autofahren dadurch sicherer wurde.

Wer mit Blick auf die Absatzzahlen so viel Erfolg wie die A-Klasse hat, der kann für sich beanspruchen, nicht viel falsch gemacht zu haben. Doch auch derart beeindruckende Absatzzahlen täuschen nicht darüber hinweg, dass die A-Klasse der ersten und zweiten Generation (2004) ästhetisch einen nicht vom Stuhl riss. Doch mit der 2012 eingeführten dritten Generation wurde das anders. Mercedes war so mutig und brachte das Concept-Car der A-Klasse fast unverändert auf die Straße – und läutete damit das Ende des Rentner-Image dieses Fahrzeugs ein. So seien die Fahrer einer A-Klasse derzeit 13 Jahre jünger als noch 2011, berichtet Produktmanager Dirk Kielhorn. „In China wird jede dritte verkaufte A-Klasse von Kunden unter 30 Jahren gekauft“, fügt Kielhornhinzu. Das Fahrzeug, dass es mittlerweile auch als AMG-Version mit 381 PS gibt, spricht längst die sportlich und lifestyle-orientierte Klientel unter den Kunden an.

Verzicht auf Cockpit-Hutze

Mercedes-Designer Hartmut Sinkwitz. Foto: Daimler
Hartmut Sinkwitz verantwortet bei Mercedes das Interior-Design. Foto: Daimler

Kielhorn zeigt sich zuversichtlich, dass auch die neue A-Klasse diesen Erfolg fortsetzen wird. Damit das gelingt, haben die Designer die A-Klasse kräftig aufgehübscht. Im Innenraum hat Designer Hartmut Sinkwitz der A-Klasse nun eine noch modernere Anmutung verpasst. Das Armaturenbrett verzichtet auf ein Cockpit-Hutze und ist über die gesamte Breite elegant geschwungen. Der Fahrer blickt dabei auf ein großes bis zu 10,6 Zoll großes Widescreen-Display. Untermalt wird diese ansprechenden Optik durch unterschiedliche Lichtfarben an den fünf Luftaustrittsdüsen. Auch an den Türverkleidungen und am Armaturenbrett finden sich dezente Lichter.

Insgesamt kann der Fahrer  unter 64 Farben (das sind fünfmal mehr als beim Vorgänger) und zehn Lichteffekten wählen. „Persönlich gefällt mir blau am besten“, sagt Sinkwitz. Er ist sichtlich zufrieden mit dem, was er und sein Team hier auf die Räder gestellt haben.  Für Sinkwitz, der bei Daimler das gesamte Interieur verantwortet,  verleihe die neue A-Klasse dem Begriff „Modern Luxury“ im Kompaktsegment eine ganz neue Qualität. Sinkwitz geht sogar so weit, von einer „Revolution von innen“ zu sprechen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein