Herbst: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Herbstlaub sieht schön aus, nervt aber auf dem Auto. © dpa

Der Sommer geht zu Ende, der Herbst naht. Für Autofahrer birgt das Herausforderungen, auf die man sich einstellen sollte.

Noch gibt es an den Bäumen bunte Blätter, die letzten Sonnenstrahlen kommen heraus, die Abende werden kürzer: Der Herbst hat seine schönen Seiten. Autofahrer sollten sich aber auch seiner besonderen Herausforderungen bewusst sein.


Entsprechend sollte Autofahrer einige Dinge beachten, um möglichst unbeschadet auch in dieser Jahreszeit – offizieller Herbstanfang ist übrigens der 22. September – unterwegs zu sein.

Wischerblätter reinigen

Schon die Dunkelheit allein macht Autofahrern im Herbst das Sehen schwer. Kommt dann noch Regen dazu, droht gefährlicher Blindflug. Zumindest, wenn die Scheibenwischer nicht in Ordnung sind.

Vor dem Start der dunklen Jahreszeit lohnt daher ein Blick auf die Wischergummis. Verschmutzte Exemplare lassen sich leicht reinigen: Die Gummilippen werden am besten mit einer weichen Bürste gesäubert, abschließend wird mit einem feuchten Lappen nachgereinigt. Hartnäckigen Schmutz entfernt ein Küchentuch mit unverdünntem Frostschutz. Sind die Gummis bereits spröde oder rissig, sollten sie ausgetauscht werden.

Batterie prüfen

Richtig hart wird es für Autobatterien erst bei winterlichem Frost. Aber auch schon ein lauer Herbst bringt angeknackste Exemplare an den Rand der Erschöpfung – wenn Licht, Sitzheizung und Scheibenwischer im Dauerbetrieb arbeiten. Nur ein ordentlich gewarteter Akku startet den Motor auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig. Deshalb sollten die sechs Kammern korrekt befüllt sein und der Akku ausreichend Spannung haben.

Wenn die Batterie schon im Herbst Schwierigkeiten hat, den Motor zu starten, ist wahrscheinlich ein Wechsel angesagt. Zudem empfiehlt es sich, für Notfälle ein Starterkabel dabei zu haben.

Mit schlechtem Wetter rechnen

Nicht nur der erste Frost und starker Regen können das Autofahren im Herbst erschweren. Auch die saisonalen Stürme sorgen häufig für Ärger. Gerade auf der Autobahn sollte man mit plötzlichen Böen von der Seite rechnen und die Hände konzentriert am Steuer lassen. Wer das Fahrzeug parken will, darf durchaus einen Blick nach oben wagen. Denn gerade im frühen Herbst, wenn die Bäume noch viele Blätter tragen, drohen bei Sturm fallende Äste. Im Zweifel also lieber ein paar Meter weiter weg parken.

Licht einschalten

Der Herbst erschwert das Sehen und Gesehenwerden. Autofahrer sollten daher schon früh am Tag das Abblendlicht einschalten, auch wenn das Fahrzeug über Tagfahrlicht verfügt. Zudem empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Lichtanlage. Eine defekte oder verschmutzte Beleuchtung ist nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern kann bei einer Kontrolle bis zu 25 Euro kosten.

Ebenfalls sinnvoll ist, sich frühzeitig Funktion und Nutzungsregeln für Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten ins Gedächtnis zu rufen. Letztere darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden. Dann gilt zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Nebelscheinwerfer an der Fahrzeugfront dürfen nur bei erheblicher Sichtbehinderung durch Regen, Nebel oder Schneefall benutzt werden. Gleichzeitig muss das Abblendlicht leuchten.

Auf die Fahrbahn achten

Heruntergefallene Blätter und Ackererde von Traktoren-Reifen machen die Straße im Herbst stellenweise glitschig wie eine Eisbahn. Autofahrer sollten entsprechende Stellen besonders vorsichtig passieren. Nicht nur wegen der Rutschgefahr, sondern auch, weil der Dreck größere Straßenschäden wie Schlaglöcher verdecken kann.

Vorsicht ist nicht nur aus Selbstschutz geboten: Gerade auf kurvigen Landstraßen sollte man im Auto auf Motorradfahrer achten – die nämlich sind besonders rutschgefährdet und schleudern im schlimmsten Fall in den Gegenverkehr. (SP-X)

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