Bio-Spritversion des Chevrolet Volt

General Motors

Bio-Spritversion des Chevrolet Volt
Der Chevrolet Volt ist Ende des Jahres in den USA auf den Markt gekommen © Chevrolet

Chevrolet bessert die CO2-Bilanz seines Elektroautos Volt im Range-Extender-Betrieb auf. Das Strom- und Hilfsantriebaggregat an Bord soll künftig auch mit E85-Biosprit zu betreiben sein.

Chevrolets in Europa mit Spannung erwartetes Plug-in-Hybridfahrzeug Volt könnte ab dem Modelljahr 2012 auch mit dem als"E85" bekannten Bioethanol-Kraftstoff fahren. Das hat Mark Reuss, Präsident von GM Nordamerika, jetzt am Rande einer Veranstaltung zum offiziellen Marktstart in Detroit bekannt gegeben. Zwar reiche der im Volt zum Einsatz kommende 111 kW/151 PS starke Elektromotor mit seiner rein elektrischen Reichweite von 40 bis 80 Kilometern für die meisten Alltagsfahrten wie dem Weg zur Arbeit völlig aus. Offensichtlich aber sieht GM Nachbesserungsbedarf.

Verbesserte Öko-Bilanz

Ein Schwachpunkt liegt jedoch auch hier im Langstreckenbereich: Will man beispielsweise mit dem Volt in den Urlaub fahren, ist man auf die energetische Unterstützung des 1,4-Liter-Ottomotors mit seinen 63 kW/86 PS angewiesen, der die Reichweite laut Hersteller um bis zu 500 Kilometer verbessert. Das allerdings geht auf Kosten der Öko-Bilanz. Denn im Range Extender-Betrieb steigt der Verbrauch auf mindestens 6,35 Liter "echten" Sprit pro 100 Kilometer. Die Verwendung des zu 85 Prozent aus Biosprit bestehenden E85-Kraftstoffgemisches könnte die Verbrauchs- und CO2-Werte also auf der Langstrecke drastisch reduzieren.

Trotz Kritik guter Verkauf

In den USA scheint sich der Expertenstreit um den im Volt zum Einsatz kommenden Range Extender, der seinen Marktstart begleitet hat, bisher nicht nachteilig auf die Nachfrage auszuwirken. Im Gegenteil: Laut dem Online-Portal Automotive News denkt GM-Geschäftsführer Dan Akerson derzeit laut darüber nach, die Produktionskapazitäten von aktuell 10 000 für das Jahr 2011 geplanten Einheiten zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen. Derzeit haben laut GM bereits 240 000 potenzielle Kunden ihr Kaufinteresse an dem in den USA ab 41000 US-Dollar abzüglich einer Steuergutschrift von 7 500 Dollar erhältlichen Öko-Mobil signalisiert. Die europäische Markteinführung des Volt und des baugleichen Opel Ampera ist für Ende 2011 geplant. Hierzulande kann der Stromer zu Preisen ab 42.900 Euro schon jetzt im Internet vorbestellt werden. (mid)

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