Daimler streitet sich vor Gericht mit Taxigewerbe

Wegen Rabatten von myTaxi

myTaxi darf nicht mit Rabattaktionen werben
myTaxi darf nicht mit Rabattaktionen werben © dpa

Der Streit zwischen der Daimler-Tochter myTaxi wegen einer vom Taxigewerbe erwirkten einstweiligen Verfügung geht weiter. Das Landgericht Stuttgart hat dazu nun für den 1. Juni einen Verhandlungstermin angesetzt.

Der Streit zwischen der deutschen Taxi-Branche und Daimler geht weiter. Der Konzern geht gegen die einstweilige Verfügung vor, die die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart gegen die Daimler-Tochter "myTaxi" erwirkt hat. "Der Verhandlungstermin am Stuttgarter Landgericht ist am 1. Juni", sagte Murat Arslan, Vorstandsvorsitzender der Taxi-Zentrale, den "Stuttgarter Nachrichten". Ein Gerichtssprecher bestätigte dies auf Anfrage.

"MyTaxi" hatte bundesweit und international mit Rabatten für Kunden von 50 Prozent geworben. Die Stuttgarter Taxi-Zentrale ließ dies gerichtlich unterbinden, weil sie glaubt, die Aktion verstoße gegen das Personenbeförderungsgesetz. In Deutschland gelten feste Tarife für Taxifahrten.

Bundesweite Unterstützung

Die Stuttgarter Vermittlungszentrale bekommt dabei inzwischen bundesweit Verstärkung. "Bei uns melden sich viele andere Taxi-Zentralen, die sich der Klage anschließen wollen", sagte Arslan dem Blatt. Die Branche befürchtet bundesweit, dass Aktionen wie die von "myTaxi" die herkömmlichen Vermittlungszentralen Kunden kosten und die Strukturen des Gewerbes zerstören.

Unterdessen änderte "myTaxi" erneut das Preismodell. Ab 1. Juli sollen die Fahrer wieder einen festen Prozentbetrag von 7 Prozent als Vermittlungsgebühr an die Daimler-Tochter zahlen. Seit 2014 konnten Fahrer in einem Auktionsmodell zwischen 3 und 15 Prozent bieten, um eine Fahrt zugesprochen zu bekommen. Das Modell habe sich zwar bewährt, teilte "myTaxi" mit. "Es wurde jedoch von einem Großteil unserer Fahrer und Unternehmer negativ wahrgenommen. (dpa)