Wechsel an Porsche-Spitze steht bevor

Personalentscheidungen

Wechsel an Porsche-Spitze steht bevor
Der scheidende Porsche-Chef Michael Macht © dpa

Der Wechsel an der Spitze des Sportwagenherstellers Porsche soll nach einem Medienbericht am Dienstag vollzogen werden. Dabei soll Michael Macht von VW-Manager Matthias Müller abgelöst werden.

Beim Sportwagenbauer Porsche stehen laut einem Zeitungsbericht wichtige wegweisende Entscheidungen bevor. Am morgigen Dienstag soll im Rahmen einer Modellpräsentation der neue Chef des Sportwagengeschäfts vorgestellt werden, schreibt die "Financial Times Deutschland".

Über den Wechsel an der Porsche-Spitze war schon in den vergangenen Wochen spekuliert worden. Demnach soll Matthias Müller, bislang bei VW zuständig für die Strategie der Wolfsburger, an die Spitze in Zuffenhausen rücken. Der bisherige Chef des Porsche-Autogeschäfts, Michael Macht, soll als Produktionsvorstand in die VW-Zentrale wechseln.

Heizmann wird Chef der Lastwagensparte

Der bisherige Produktionsvorstand Jochem Heizmann soll sich künftig um das Lastwagengeschäft mit den Beteiligungen an MAN und Scania kümmern. Auch der Porsche-Forschungsvorstand Wolfgang Dürheimer könnte eine neue Aufgabe im Konzern bekommen. Er ist dem Bericht zufolge als Nachfolger von Franz-Josef Paefgen als Bentley-Chef im Gespräch.

Die Personalien sollen dem Blatt zufolge Anfang der Woche auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. VW wollte die Informationen der Zeitung nicht bestätigen. Die Geschäfte der Porsche-Dachgesellschaft, in der auch die VW-Beteiligung der Stuttgarter gebündelt ist, leiten seit der Übernahmeschlacht VW-Chef Martin Winterkorn und sein Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in Personalunion.

Die Vorstellung der Neuauflage des Familienvans Sharan könnte zu einem "Sardinien II" werden, sagten Insider der Zeitung. Bei der Fahrvorstellung des neuen Polo auf Sardinien vor mehr als einem Jahr hatte Porsche-Patriarch Piech die Führungsriege des Sportwagenbauers unter dem damaligen Chef Wendelin Wiedeking massiv angegriffen.

Diese Attacken läuteten das Ende von Wiedeking an der Porsche-Spitze ein. Der früher hoch gelobte Manager war gezwungen seine VW-Übernahmepläne aufzugeben. Nun wird Porsche stattdessen zehnte Marke im VW-Konzern. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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