Audi, Skoda und Porsche stützen VW-Kernmarke

Trotz schrumpfender Umsätze

Audi-Chef Rupert Stadler sieht eine Marktnormalisierung in China. © dpa

Während die Marge bei der VW-Kernmarke schwindet, bringen die VW-Töchter Geld in die Kassen. Doch auch bei Audi und Porsche wird stärker auf die Kosten geachtet.

Die VW-Töchter Porsche, Audi und Skoda stützen die Kernmarke. Während in Wolfsburg die Marge trotz guter Absatzzahlen schwindet, wachsen besonders Skoda und Porsche. "Das beste erste Verkaufs-Halbjahr unserer Unternehmensgeschichte und der deutliche Zuwachs von Umsatz und Ergebnis zeigen die Stärke der Marke“, sagte Skoda-Chef Winfried Vahland.

Skoda erstmals über eine halbe Million Einheiten

So lieferte die tschechische VW-Tochter mit 522.500 Einheiten erstmals in einem ersten Halbjahr weltweit mehr als eine halbe Million Fahrzeuge aus. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum auf 5,974 Milliarden Euro, ein Plus von 20,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013, als knapp fünf Milliarden Euro umgesetzt wurden. Das Operative Ergebnis wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 74,9 Prozent auf 425 Millionen Euro.

Auch Porsche erzielte mit 87.803 Fahrzeugen einen neuen Bestwert und eine Steigerung um acht Prozent. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 16 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Um acht Prozent wuchs das operative Ergebnis auf 1,4 Milliarden Euro an, was einer Umsatzrendite von 17 Prozent entspricht.

Audi investiert 22 Milliarden Euro bis 2018

Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke peilt eine Umsatzrendite von mindestens 15 Prozent an, allerdings werde es durch das ehrgeizige Investitionsprogramm, das Porsche mit seiner Strategie 2018 umsetzt, Belastungen für das Gesamtjahresergebnis geben. "Die daraus resultierenden Abschreibungen und die steigenden Personalkosten wirken sich immer stärker belastend auf unser Ergebnis aus. Hinzu kommen sehr hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, insbesondere im Zusammenhang mit der Reduzierung der CO2-Werte für unsere Fahrzeugflotte." Ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe soll trotzdem erreicht werden.

Auch bei Audi haben hohe Investitionen und der starke Euro im zweiten Quartal die Ingolstädter deutlich eingebremst. Trotz neuer Verkaufsrekorde wuchs der Umsatz der Volkswagen-Tochter zwischen April und Juni deutlich langsamer als zuvor. «Wir gehen heute ganz bewusst in Vorleistungen, die sich mittel- und langfristig auszahlen werden», sagte Finanzvorstand Axel Strotbek am Freitag laut Mitteilung. Zugleich will auch Audi in den kommenden Jahren mehr sparen. Audi etwa investiert bis 2018 rund 22 Milliarden Euro.

Kein Sparprogramm in Ingolstadt

Trotzdem legte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro zu. Allerdings wurden nach dem ersten Quartal noch zehn Prozent Wachstum notiert. Das operative Ergebnis stieg um 1,5 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.

Ein Sparprogramm wie in Wolfsburg, wo ab 2017 jährlich fünf Milliarden Euro eingespart werden sollen, ist in Ingolstadt nicht vorgesehen. Allerdings hat Audi-Chef Rupert Stadler seine Mitarbeiter bereits per Brief auf die strengere Kostendisziplin eingestimmt, um weiter eine ordentliche Rendite einfahren zu können. (AG/dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.